FPÖ-Fans bekennen bei Demo Farbe

Im Großen und Ganzen ist der von der FPÖ initiierte "Protest gegen das Asylchaos" am Donnerstagabend in Traiskirchen ruhig geblieben. Trotz einiger Gegendemonstranten kam es zu keinerlei Gewalttätigkeiten. Am Rand des Auftritts von Heinz-Christian Strache nahmen sich einige seiner Anhänger vor unserer Kamera allerdings kein Blatt vor den Mund.
Im Großen und Ganzen ist der von der FPÖ initiierte ruhig geblieben. Trotz einiger Gegendemonstranten kam es zu keinerlei Gewalttätigkeiten. Am Rand des Auftritts von Heinz-Christian Strache nahmen sich einige seiner Anhänger vor der "Heute.at"-Kamera allerdings kein Blatt vor den Mund.
Wahlkampf in Traiskirchen: Die österreichische Bevölkerung müsse erkennen, dass sie Missstände und Fehlentwicklungen in der politischen Landschaft nur ändern  kann, wenn die Freiheitliche Partei 30-40 Prozent an Kraft bekomme, erklärte Strache vor der Kamera.

"Wer wirklich unsere Hilfe braucht, hat sie bekommen, und zwar immer", dozierte der FPÖ-Chef von der Kanzel zu den Traiskirchnern. "1,3 Mio. Menschen haben wir seit 1950 hier aufgenommen und hier auch integriert". Es gehe aber nicht an, dass die "Herrschaften da drüben herkommen und die Traiskirchner Bevölkerung als Rassisten beschmipfen", wetterte Strache weiter, der auch das Attribut "Missbraucher" in Zusammenhang mit den Flüchtlingen in den Mund nimmt.

Viele, die am Donnerstag in Traiskirchen auf die Straße gingen, wollten aufzeigen, wie unwürdig die Bedingungen in dem Lager sind. Einwohner des Ortes erzählten von ihrer Angst vor Kriminalität unter den Ausländern und sprachen von Rauschgift-Deals unter den Insassen.

Beängstigend aber, wie brutal sich Aggression verbal äußern kann, wie ein Demonstrant bei der FPÖ-Kundgebung vor dem zum Bersten vollen Flüchtlingslager zeigt: "Normalerweise gehört der Knüppel raus und eingedroschen auf die Kanaken", schlägt der Mann ungeniert vor der Heute.at-Kamera vor.

Ein anderer Demonstrant lässt mit einem skurrilen Gedanken aufhorchen: Er fordert Unterstützung in den Heimatländern der Betroffenen, weil "die haben es sogar besser, weil die können sogar zwei Mal ernten".

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