Ein Song des maskierten Musikers Lev Bro sorgt in der FPÖ kurz vor dem am 24. Januar stattfindenen Akademiker- (früher WKR-) Ball in der Wiener Hofburg für Ärger. Der "Hass-Rapper" will laut Parteiaussendung mit seinem Lied für "Hamburger Zustände" rund um das kontroverse Burschenschafter-Treffen provozieren. Lev Bro selber freut sich auf Facebook über die Publicity.
" rund um das kontroverse Burschenschafter-Treffen provozieren. Lev Bro selber freut sich auf Facebook über die Publicity.
In knallrotem Overall und einer Maske, die ein wenig an den Helm von Spartaner-König Leonidas im Film "300" erinnert, hüpft der Rapper Lev Bro vor den zugesprayten Mauern des Wiener Donaukanals herum und gibt seine, in den Augen der Freiheitlichen zu Gewalt aufrufenden, Textzeilen zum Besten.
Brandaktuell wird neben basisdemokratischen Messages und antifaschistischen Statements auch der Akademiker-Ball angesprochen. Speziell die lyrische Aufforderung "mit 'ner AK47 rein ins Gefecht" zu ziehen, stößt den blauen Politikern sauer auf. Rund um den Ball in der Hofburg werden nun Gewaltexzesse prognostiziert.
Rapper erfreut über die Aufmerksamkeit
Sonst selbst oft zu finden, drehen die Freiheitlichen im konkreten Fall den Spieß um und wettern nun gegen VSStÖ, Grüne und die SJ Wien, da diese sich durch ein Facebook-Like "mit Befürwortern krimineller Gewalt ins Nest setzen". Man solle sich vom "Hass-Rapper" distanzieren, um nicht selbst als "Gewaltbefürworter" zu gelten.
Lev Bro zeigt sich auf seiner ob der Aufmerksamkeit, den sein Song erregt hat, überrascht. In der FPÖ brauche man sich keine Sorgen zu machen, da die WKR-Demonstranten "heuer wohl ausnahmsweise vom gebrauch von maschinenpistolen abstand nehmen".