FPÖ-Gudenus schimpft in Rede auf Wiener Türken

Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus setzte am Dienstag Abend am Kahlenberg zu einer kuriosen Wutrede an. Beim Thema "330 Jahre Befreiung von der Türkenbelagerung" ortete Gudenus vor rund 100 Zusehern eine politische Verschwörung und wetterte gegen kriminelle, arbeitslose und "integrationsresistente" Türken in Wien.

Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus setzte am Dienstag Abend am Kahlenberg zu einer kuriosen Wutrede an. Beim Thema "330 Jahre Befreiung von der Türkenbelagerung" ortete Gudenus vor rund 100 Zusehern eine politische Verschwörung und wetterte gegen kriminelle, arbeitslose und "integrationsresistente" Türken in Wien.

"Wenn man sich in manchen Teilen unserer wunderschönen Heimatstadt Wien so umschaut, da könnte man meinen, es wäre damals vielleicht anders ausgegangen", so Gudenus, der sich über den Türkenanteil in Wien echauffierte. Ein Freund aus der Türkei habe bei ihm nachgefragt, ob die Türken bei der Belagerung nicht zurückgeschlagen wurden, nachdem er "den 16. Bezirk betreten hat oder den 10. Bezirk", so Gudenus kuriose Worte.

Generell seien laut Wiens FPÖ-Klubobmann "jene Türken, die wir heute in unseren Parks, auf der Straße oder sonstwo sehen, oftmals völlig integrationsresistent, überdurchschnittlich oft kriminell, das sagen die Statistiken, und deutlich häufiger arbeitslos, als so manche anderen Wiener". Erfreulich scheint für Gudenus hingegen zu sein, dass "der bis zum 20. Jahrhundert von vielen Wienern praktizierte Brauch, ihren Hund 'Sultan' zu nennen", aus der Mode gekommens sei.

Türkenzuwanderung als politische Verschwörung

Noch kurioser wurde es, als Gudenus die "Verantwortlichen" für seine Zuwanderungsproblematik präsentierte. Rot-Grün in Wien und Rot-Schwarz auf Bundesebene würden die österreichischen Wähler "in Scharen" davonlaufen, weswegen man systematischen und geplanten Wähleraustausch" betreibe und sich "eine neue Wählergruppe aus der Türkei" importiere.

Den Beleg für seine Aussage, zugewanderte Türken würden "ausschließlich Rot-Grün" wählen, blieb der Freiheitliche ebenso schuldig wie den dafür, dass SPÖ und Grüne immer mehr Wähler verlieren, die "meistens zur FPÖ" überliefen. Richtig in Fahrt, sprach Gudenus einen "ungeschriebenen, aber vielleicht geschriebenen Pakt zwischen Bürgermeister Häupl und manchem Machthaber in Ankara" an und empfahl ihm, dort "Bürgermeister zu werden".

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