FPÖ-Kritik an Prämien für Stadthallen-Chefs

Die Stadthalle hat von 2005 bis 2010 über 70 Millionen Euro Minus eingefahren. Dennoch kassierten die Chefs Erfolgsprämien. Brisant: Die Höhe der Prämien machen sich die Manager im kleinen Kreis aus, der Chef des Alleingesellschafters ist auch Aufsichtsrats-Vize.


Die FPÖ will nun ganz genau wissen, wie hoch die Prämien für die "erfolgreichen" Manager der Stadthalle waren.

Gemeinderat Dietbert Kowarik kündigt im Heute-Gespräch eine Anfrage an Finanzstadträtin Renate Brauner (SP) an: "Es interessiert die Wiener sicher, wie viel Steuergeld die Manager auf diesem Weg kassiert haben. Abgesehen davon, dass 70 Millionen Euro Verlust klar gegen die Zahlung von Prämien sprechen."

Auch die Konstruktion der Prämienvergabe sei "zumindest verwunderlich", so Kowarik. Denn Peter Hanke, Chef des Alleingesellschafters Wien Holding, der die Prämien verhandelt, ist gleichzeitig Vize-Aufsichtsratschef der Stadthalle. In dieser Funktion wäre seine Aufgabe die Kontrolle. Vom angegriffenen Chef der Wien Holding war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu erhalten.
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