Österreich

FPÖ: "Stadt Wien könnte in Konkurs gehen"

Heute Redaktion
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Bild: Lisi Niesner

Die Wiener FPÖ startet mit einer Horrorvision in den Wien-Wahlkampf und warnt die Wähler gleichzeitig vor Rot-Grün. Die Stadt habe 16 Milliarden Euro Schulden. Das bedeute fast 9.000 Euro Schulden für jeden einzelnen Wiener. Laut den Freiheitlichen könnte die Stadt sogar pleitegehen.

Die Wiener FPÖ startet mit einer Horrorvision in den und warnt die Wähler gleichzeitig vor Rot-Grün. Die Stadt habe 16 Milliarden Euro Schulden. Das bedeute fast 9.000 Euro Schulden für jeden einzelnen Wiener. Laut den Freiheitlichen könnte die Stadt sogar pleitegehen.

Inklusive aller ausgelagerten Betriebe wie Stadtwerke, Wien-Holding oder Krankenanstaltenverband stehe Wien mit knapp 16 Mrd. Euro in der Kreide, so FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 8.878 Euro. Laut Klubchef Johann Gudenus könnte man mit diesem Geld etwa 24 Jahre lang gratis Öffis anbieten oder jedem Hauptstädter 517 Stelzen servieren. Die laufend aktualisierte Summe findet sich auf der neuen blauen Homepage . Strache zufolge ist auch ein "Konkurs nicht auszuschließen".

Gegen Rot-Grün

Seiner Ansicht nach muss Rot-Grün in Wien "überwunden" werden. Schließlich sei SPÖ-Finanzstadträtin Renate Brauner sogar bereit, neue Schulden zu machen.

"Es hapert an Wissen"

Die SPÖ rechnet anders. "Das ständige Wiederholen falscher Zahlen und Fantasiesummen der Wiener FPÖ grenzt an eine nie enden wollende Dauerschleife", so der rote Klubchef Rudi Schicker. Die Bundeshauptstadt steuere keinesfalls auf einen Konkurs zu. "Der aktuelle Schuldenstand Wiens beträgt 4,89 Mrd. Euro." Es gebe keinen direkten finanziellen Zusammenhang mit den Bilanzen der privatrechtlichen Unternehmen. Bei diesen handle es sich um "einen eigenen Wirtschaftskreislauf". Schicker attestierte den Blauen, "dass es eindeutig am ökonomischen Wissen hapert".

Erst vor ein paar Tagen hatten sich die Neos über die Finanzpolitik der rot-grünen Koalition im Rathaus alteriert, woraufhin sie aus dem Gemeinderat geworfen wurden.

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