Nachdem die FPÖ durch "Ibiza-Video" und angeblich geheime Geldflüsse an FP-nahe Vereine in Erklärungsnot gekommen ist, versucht sie nun, den Spieß umzudrehen.
Bei der Klubklausur der Wiener Blauen, die am Dienstag in der St.-Martins-Therme im Burgenland stattfand, nahmen die 40 Mitglieder des Rathausklubs die SPÖ Wien ins Visier, genauer das "rote Vereinsnetzwerk". Jüngster Anlass ist die Kritik des Rechnungshofs an einem SP-nahen Kinderbetreuungsverein.
"Das rot-grüne Fördersystem für Vereine ist geprägt von Missmanagement, Günstlingswirtschaft und einer schamlosen Selbstbedienungsmentalität", kritisiert Vizebürgermeister Dominik Nepp. Jahr für Jahr würden Hunderte Millionen Steuergeld fließen, deren tatsächliche Verwendung unklar sei. Um hier für Aufklärung zu sorgen, kündigt Nepp für September das Einsetzen einer Untersuchungskommission zur Vergabe von Fördergeldern durch die Stadt an.