FPÖ wirbt noch immer mit Heinz-Christian Strache

So, als wäre nichts gewesen: Die FPÖ plakatiert Heinz-Christian Strache.
So, als wäre nichts gewesen: Die FPÖ plakatiert Heinz-Christian Strache.Bild: heute.at
Er ist wieder da! Parteiausschluss hin oder her – in Niederösterreich werben FPÖ-Ortsgruppen vor der Gemeinderatswahl nach wie vor mit ihrem Zugpferd Heinz-Christian Strache.
Als wäre außer Spesen nichts gewesen – die FPÖ setzt in Niederösterreich noch immer auf ihren auf Ibiza (Spanien) und wegen seiner Abrechnungsmalaisen ins Bodenlose gestürzten Heinz-Christian Strache. Ein "Heute" zugespieltes Leserreporterbild aus Hainburg zeigt ein Sujet mit dem blauen Gottseibeiuns. Volkspartei und Sozialdemokraten wünschen daneben "Frohe Weihnachten", die FPÖ geht gleich in medias res: "Schützen, was wir lieben: Österreich", haben die Blauen affichiert. Zusatz: "Steh auf für unsere Heimat!"

Plakat vor Gemeinderatswahl affichiert



Ob es sich bei dem Plakat aufgrund jahrelanger Gewohnheit einfach nur um ein Versehen oder um pures Kalkül der Ortsgruppe handelt, nocheinmal auf die Marke Strache zu setzen, ist unklar. Fakt ist: Rechzeitig, vor den Gemeinderatswahlen am 26. Jänner 2020 weist die FPÖ auf dem Werbebanner daraufhin, dass "Wählen wirkt". Strache freilich hat in der freiheitlichen Partei keine Funktion mehr. Wie berichtet, wurde der jahrelange Obmann vor neun Tagen aus der Partei ausgeschlossen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ob er in der Politik auch abseits von exhumierten Wahlplakaten bald wieder DAÖ ist, ließ Strache unlängst noch offen. "Wenn der Strache was tut, dann tut er es zu 120 Prozent", stellte er in der ZiB 2 bereits klar. Kommt eine Liste Strache? "Alles ist möglich."

Strache denkt über Comeback in Wien nach



Bezüglich seiner eigenen Zukunft zeigte sich Strache durchaus optimistisch: "Das 2020er-Jahr wird ein erfolgreicheres Jahr als das 2019er. Ich freue mich auf besinnliche Weihnachten im Kreis der Familie. Ich muss das alles erst einmal verarbeiten." Bei den Zukunftsplänen blieb er vage: "Ich bin ein politischer Mensch. Ich werde bis ins neue Jahr in mich gehen und darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, in Wien aktiv zu werden." Der Fahrplan: "Im nächsten Jahr wird eine Entscheidung getroffen, ob ich in der Privatwirtschaft bleibe oder wieder politisch aktiv werde."

Heinz-Christian Straches Politkarriere in Bildern





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