Kickl will bald Präsidentschaftskandidaten vorstellen

FPÖ-Chef Herbert Kickl will wichtige Personalentscheidung am 9. Juli treffen. 
FPÖ-Chef Herbert Kickl will wichtige Personalentscheidung am 9. Juli treffen. Sabine Hertel
Das Warten hat bald ein Ende. Nächsten Samstag gibt die FPÖ ihren Kandidaten für die Hofburg-Wahl bekannt, Susanne Fürst ist in der Pole-Postion. 

Noch immer halten sich die Freiheitlichen darüber bedeckt, wen sie ins Rennen um die Hofburg gegen Alexander Van der Bellen schicken wollen. Parteichef Herbert Kickl hat nun eine baldige Entscheidung angekündigt und bereits einen kleinen Hinweis gegeben, um wen es sich handeln könnte.

Entscheidung fällt nächste Woche

Gegenüber der Kronen Zeitung bestätigte der blaue Frontmann, dass man schon kommende Woche bekannt geben wird, wer für die FPÖ ins Rennen geschickt wird. „Wir werden unseren Kandidaten um den 9. Juli verkünden. Drei Monate sind eine verdammt lange Zeit für einen Wahlkampf“, so Kickl.

Der FPÖ-Chef gab zudem auch Einblick darüber, wie man den Entscheidungsprozess gestaltet hat. "Von den bisher bekannten Kandidaten haben wir bisher nur eine kurze Präsentation gesehen, eine politische Eintagsfliege. Wir möchten es hingegen komprimiert, kurz und knackig anlegen“, sagte der ehemalige Innenminister.

Herbert Kickl und Susanne Fürst
Herbert Kickl und Susanne FürstMichael Gruber / EXPA / picturedesk.com

Als Favoritin auf den Kandidatenstatus der FPÖ gilt Susanne Fürst. Die oberösterreichische Verfassungssprecherin der Partei gilt seit der Obmannschaft von Kickl als enge Vertraute des Hardliners.

Kickl meinte gegenüber der Krone, dass sie "eine ganz heiße Aktie“ sei. Die Juristin sei eine „hervorragende Kennerin der Grund- und Freiheitsproblematik. Zudem ist es als FPÖ-Chef schön zu erleben, dass ich nicht mehr gefragt werde, wo die Frauen innerhalb der Partei sind, sondern dass alle über eine starke freiheitliche Frau reden. Ich traue Fürst ein sehr, sehr gutes Ergebnis zu, wenn sie unsere Kandidatin werden sollte.“

Neben einem FPÖ-Kandidaten bzw. einer Kandidatin wollen auch Bierpartei-Chef Marco Pogo (alias Dominik Wlazny), MFG-Chef Michael Brunner und Ex-BZÖ-Politiker Gerald Grosz gegen Alexander Van der Bellen in den Ring steigen. Wirkliche Chancen auf einen Sieg bei der Wahl um das höchste Amt im Staat rechnen Meinungsforscherinnen und Forscher derzeit nur Van der Bellen zu. Der Amtsinhaber habe es in den vergangenen Jahren geschafft, sich als Präsident zu etablieren.

Wie die Wahl wirklich ausgeht und ob uns nicht wieder einmal eine Überraschung ins Haus steht, entscheidet sich am 9. Oktober. Dann werden die Bürgerinnen und Bürger zu den Wahlurnen gebeten und dürfen über das nächste Staatsoberhaupt entscheiden.

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