FPÖ nennt Böller-Chaoten "Abschaum" und "Gesindel"

Der mutmaßliche Einbruchsversuch war erfolglos
Der mutmaßliche Einbruchsversuch war erfolglosHeute
Noch immer befassen sich Behörden und Parteien mit den Silvester-Geschehnissen in Favoriten. Vor allem im Lager der Freiheitlichen ist man erzürnt. 

Die Krawalle und Ausschreitungen der Silvesternacht, die sich in Wien-Favoriten zugetragen haben, werden nun ein Fall fürs Parlament, wie FP-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer am Dienstag ankündigte. Doch nicht nur der Nationalrat wird sich dieser Thematik annehmen müssen. 

Mit Dominik Nepp und Leo Kohlbauer reagierten nun auch zwei auf Landesebene agierende freiheitliche Politiker, und das mit durchwegs deftigen Wortmeldungen. Der frühere Vizebürgermeister und nunmehrige Stadtrat und FPÖ-Chef Dominik Nepp reagierte auf Twitter auf einen "Heute"-Bericht und schrieb dazu: "Dieser Abschaum hat in Wien nichts verloren! Abschieben!", twitterte ein erzürnter Nepp. 

Scrollt man durch die Antworten, findet man auch die Aussage von Leo Kohlbauer. Dieser ist ehemaliges Mitglied des Wiener Landtags, schied nach der vergangenen Wien-Wahl aber aus dem Stadtparlament aus. Mittlerweile ist er Bezirksparteiobmann der FPÖ Mariahilf. Auch er findet klare Worte zu den Verursachern der Krawalle, nutzt seinen Tweet aber auch für einen Verbalschlag gegen einen Aktivisten und einen Journalisten. Die mutmaßlichen Täter der Krawallnacht bezeichnet Kohlbauer dabei als "Gesindel".

Zur Erinnerung: Am 1. Jänner, kurz nach Mitternacht hatten sich rund 40 Jugendliche zusammengerottet, massiv Pyrotechnik verwendet und versucht, ein Juweliergeschäft aufzubrechen. Die Druckwellen der Pyrogegenstände waren so stark, dass gleich mehrere Fenster zu Bruch gingen.

Aus Favoriten hagelte es in Person von Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) Kritik am Innenministerium, weil, auch vor dem Hintergrund der Ausschreitungen im Sommer, keine neuen Planstellen für mehr Beamte im Wiener Problembezirk geschaffen wurden. Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl kündigte indes einen eigens einberufenen Sicherheitsgipfel an. 

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