Silvester-Krawalle: Nach Kritik ist nun Polizei am Wort

Wien-Favoriten wurde in der Silvesternacht verwüstet
Wien-Favoriten wurde in der Silvesternacht verwüstetLeserreporter
Nach der Favoritner Krawallnacht zum Jahreswechsel wünschte sich Bezirskvorsteher Franz (SPÖ) mehr Polizei. Diese nahm zu den Vorfällen Stellung. 

Wie berichtet kam es zum Jahreswechsel zu schweren Ausschreitungen im zehnten Wiener Gemeindebezirk. Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) übte im Nachgang schwere Kritik am Innenministerium. Seine Bemühungen mehr Planstellen für die Polizei in seinem Bezirk zu bekommen, sind bislang nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Franz erinnert an die Unruhen im Sommer, als sein Bezirk zum Schauplatz eines Konflikts zwischen türkisch- und kurdisch-stämmigen Personen geworden ist. 

Am Samstag bezog Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl Stellung zur Causa Prima in Favoriten. In einer Aussendung erklärte er, dass das rasche Einschreiten der Polizeikräfte nach den Vorfällen in der Silvesternacht belegen würden, dass "jeweils eine ausreichende Zahl von Exekutivbediensteten zur Verfügung" stünden, um die Aufgabenstellungen der Polizei, die Aufrechterhaltung der Sicherheit, Ruhe und Ordnung in Wien, zu erfüllen.

Sicherheitsgipfel in Planung

"Die Frage der Planstellen in Favoriten ist ein Detail, welches Jahr für Jahr für jeden Bezirk von Wien entsprechend seiner Arbeitsbelastung, der Pensionsabgänge und der aus der Polizeischule für Wien entsandten Exekutivbediensteten entschieden wird. Zum Ausgleich des jeweiligen Personalunterstandes werden sämtliche Polizeieinheiten der Landespolizeidirektion Wien, von der Verkehrsabteilung über die Bereitschaftseinheit bis zur Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung WEGA nach Bedarf in Favoriten eingesetzt", so Pürstl. 

Er kündigte einen Sicherheitsgipfel an, zu dem er "selbstverständlich den Bezirksvorsteher von Favoriten sowie Repräsentanten von Interessensvertretungen und in Favoriten tätigen NGOs" einladen werde. "Sicherheit in einem modernen und zeitgemäßen Verständnis muss umfassend betrachtet werden um sie nachhaltig gewährleisten zu können", so der Wiener Polizeipräsident.

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