FPÖ-Politikerin: "Strache hat Millionen gescheffelt"

Heinz-Christian Strache, ehemaliger Chef der FPÖ.
Heinz-Christian Strache, ehemaliger Chef der FPÖ.Picturedesk
Seit der Spesenaffäre wird Ex-FPÖ-Chef Strache immer wieder mit nebulösen Deals in Verbindung gebracht. Neue Vorwürfe drehen sich um viel Bargeld.

Gegen Heinz-Christian Strache laufen mehrere Ermittlungsverfahren, dazu zählt etwa die Spesenaffäre. Der ehemalige FPÖ-Chef soll seiner Partei über Jahre private Ausgaben als Spesen verrechnet haben. Strache bestreitet alle Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.

Bereits seit einiger Zeit geistert eine weitere Causa durch die Medien: der angebliche Mandatskauf. Kurz gefasst: Ukrainische Oligarchen sollen mit hohen Geldbeträgen an die FPÖ dafür gesorgt haben, dass der Geschäftsmann Thomas Schellenbacher in den Nationalrat einzog. Dafür mussten andere Kandidaten auf ihr Mandat verzichten. Und in dieser Causa überwachten die Ermittler des Bundeskriminalamts einen Telefonanschluss, von dem aus im Sommer 2019 ein Telefonat mit der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein geführt wurde. Das geht aus einem Bericht von "zackzack.at" hervor.

"Nichts an die Partei gegangen"

Belakowitsch-Jenewein und ihr Gesprächspartner spekulieren über eine etwaige Parteigründung Straches, nachdem er als Vizekanzler und FPÖ-Obmann zurückgetreten war. Die FPÖ-Mandatarin ist sich sicher: "Der hat Millionen gescheffelt. Hundert pro. Die ganzen Spenden ..." Und woher kam das ganze Geld? "Es ist nichts an die Partei gegangen, drum finden sie auch keine Parteispenden."

Auf Anfrage von "zackzack.at" mutmaßt Belakowitsch-Jenewein, dass Strache seine "Kohle" über den Ex-FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer erhalten haben könnte. Denn Strache soll über Schellenbacher gesagt haben, der komme "über den Peter". Der mutmaßlich "gekaufte" Abgeordnete soll so unbekannt in der FPÖ gewesen sein, dass er seine Abgeordnetenkollegen erst nach der Wahl bei einem Kennenlerntreffen traf.

Das sagt Strache

In ihrer Einvernahme als Zeugin durch das Bundeskriminalamt im Oktober 2019 gab Belakowitsch-Jenewein an, von einem Koffer voller Bargeld in Straches Büro gehört zu haben. Sie wisse allerdings nicht, ob das stimme. Auf Anfrage von "zackzack.at" bestreitet Strache alle Vorwürfe. Das seien "bewusste Verleumdungen eines ehemaligen Sicherheitsmannes von mir, der offenbar seit Jahren mit dem kriminellen Ibiza-Netzwerk zusamenarbeitet." Dass er Geld unterschlagen habe, sei "schlicht und ergreifend eine Lüge."

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