"Wien Energie-Weihnachtsfeier ist pure Dekadenz"

Warum die Wien Energie zuerst einen Geldzuschuss benötigt und dann rund eine halbe Million Euro für eine Weihnachtsfeier ausgibt, ist vielen unverständlich. Was bleibt ist Wut.
Warum die Wien Energie zuerst einen Geldzuschuss benötigt und dann rund eine halbe Million Euro für eine Weihnachtsfeier ausgibt, ist vielen unverständlich. Was bleibt ist Wut.Weingartner-Foto / picturedesk.com
"Ein Unternehmen, das kracht wie eine Kaisersemmel, hat wohl wenig Grund, so ein Fest auszurichten", wütet FPÖ-Chef Dominik Nepp am Samstag.

Eigentlich ist es die Aufgabe von Wien Energie, für warme Wohnungen zu sorgen. Nun erhitzt aber die geplante Weihnachtsfeier des Unternehmens die Gemüter, das berichtet die "Kronen Zeitung" am Samstag. Wie es im Bericht heißt, werden die rund 2.500 Mitarbeiter des Energieversorgers am Dienstag in die Wiener Marx-Halle geladen, wo sie mit noblem Essen wie 100 Kilogramm Hirschfleisch und 80 Kilogramm Lachs verwöhnt werden sollen. Die Feier soll mindestens 385.000 Euro verschlingen – exklusive Miete und Dekoration, während viele in ihren Wohnungen frieren und mit enormen Existenzängsten zu kämpfen haben.

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Unglückliche Optik sorgt für Kritik

Viele fragen sich nämlich: Wie kann ich meine Familie durch das nächste Jahr bringen, ehe dieses in Schulden zu Ende geht?

Am Samstag meldet sich FPÖ-Chef Dominik Nepp zu Wort: "350.000 Euro für eine Weihnachtsfeier auszugeben, während sich die Strom- und Gaspreise laufend erhöhen und viele Wiener in die Zahlungsunfähigkeit treiben, ist ein Luxus der Wien Energie, für den ich kein Verständnis habe“, so der Wiener FPÖ-Chef, Stadtrat Dominik Nepp.

Gerade noch Geldzuschuss benötigt, nun auf den dekadenten Putz hauen?

Er erinnert daran, dass der Wien Energie noch vor wenigen Monaten Geld zugeschossen werden musste, damit die Energieversorgung der Kunden gesichert bleibt. Nun eine knappe halbe Million, mir nichts dir nichts für eine Feier locker zu machen, ist ein Skandal. Das Argument, man wolle den Mitarbeitern nach zwei Jahren Pandemie etwas gönnen, zählt für den Freiheitlichen nicht: "Ich bin überzeugt, dass man die Mitarbeiter mit einer deutlich günstigeren Variante ebenso zufrieden gestellt hätte."

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