FPÖ zu Naschmarkt-Umbau: "Sima hat längst entschieden"

FPÖ-Planungssprecher Toni Mahdalik und FPÖ-Bezirksobmann in Mariahilf Leo Kohlbauer warnen vor einem Millionengrab am Naschmarkt.
FPÖ-Planungssprecher Toni Mahdalik und FPÖ-Bezirksobmann in Mariahilf Leo Kohlbauer warnen vor einem Millionengrab am Naschmarkt.FPÖ-Wien
Die Wiener Blauen weisen auf die SPÖ-Nähe der Projektjury hin, auch eine durchgeführte Umfrage sei nur eine "gefakte" Bürgerbeteiligung gewesen.

Die von Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) geplante Naschmarkthalle (Mariahilf) scheint vom Tisch, wir haben berichtet. Bei einem Pressegespräch sieht die FPÖ die unabhängige Neugestaltung des Parkplatzes dennoch gefährdet. Die Jury, die über das Siegerprojekt im Rahmen eines Ideenwettbewerbs entscheiden soll, zeige auffallende SPÖ-Nähe, so etwa SPÖ-Bezirkschef Markus Rumelhart und weisungsgebundene Beamte.

FPÖ-Planungssprecher Toni Mahdalik ist sicher: "Sima hat längst entschieden, wie die Fläche umgestaltet wird." Durch die Besetzung nach Parteifarbe würden Simas Wünsche und Vorstellungen hundertprozentig umgesetzt werden.

Sofortiger Projekt-Stopp gefordert

Dass Albert Wimmer, Architekt des Krankenhaus Nord, am Projekt beteiligt ist, lässt Mahdalik Böses ahnen: "Mit der Expertise des KH-Nord-Architekten ist dafür gesorgt, dass weitere Millionen versenkt werden." Auch der blaue Bezirkschef Leo Kohlbauer fürchtet ein "Millionengrab" am Naschmarkt: "Schon jetzt hat man für das Projekt 'Zwischen den Wienzeilen" 865.000 Euro verschwendet, ohne irgendetwas zu bauen", kritisiert er. Gefordert wird von den beiden Freiheitlichen ein sofortiger Stopp des Projekts.

"Kommerzieller Markt mit Fressmeile und Souvenirs"

Der blaue Kompromissvorschlag: Von rund 200 Parkplätzen auf der Naschmarktplatte könne man sich mit einem Wegfall von rund 50 Stellplätzen anfreunden. "Der Flohmarkt muss als Wiener Institution erhalten bleiben. Ein kommerzieller Markt mit einer Fressmeile und Souvenirs würde die Standler verdrängen", so Kohlbauer.

FPÖ will neue Bürgerbefragung

Er warnt außerdem, dass Veranstaltungen wie das "Kino am Naschmarkt" nach der von der Stadt angedachten Umgestaltung nicht mehr möglich seien. Mit der beschlossenen Begegnungszone auf der Kettenbrückengasse ist die FPÖ einverstanden. Zusätzlich schlägt man vor, eine Zeile mit Rund zehn Ständen hinter dem Marktamt zu schaffen.

Die von der Stadt durchgeführte Umfrage zur Umgestaltung nennt Kohlbauer eine "Fake-Bürgerbeteiligung". Stattdessen brauche es eine neue Befragung der Bezirke Wieden, Margareten sowie Mariahilf inklusive Marktbetreibern, angrenzender Restaurants und Flohmarktverkäufern.

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