Frank im Parlament: "Probleme wie Krebs"

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Nationalrats hatte Frank Stronach einen Monat nach der Nationalratswahl seinen ersten großen Auftritt im Hohen Haus. Staatsmännisch, aber dennoch witzig, saß der Milliardär und Gründer des Team Stronach zunächst relaxt bei seinen Abgeordneten, ehe er beinahe mit Tränen in den Augen eine neunminütige Rede am Rednerpult hielt. Der Austria-Kanadier hatte sich sichtlich einen Lebenstraum erfüllt, erntete Applaus, aber auch so manchen Lacher.

hatte Frank Stronach einen Monat nach der Nationalratswahl seinen ersten großen Auftritt im Hohen Haus. Staatsmännisch, aber dennoch witzig, saß der Milliardär und Gründer des Team Stronach zunächst relaxt bei seinen Abgeordneten, ehe er beinahe mit Tränen in den Augen eine neunminütige Rede am Rednerpult hielt. Der Austria-Kanadier hatte sich sichtlich einen Lebenstraum erfüllt, erntete Applaus, aber auch so manchen Lacher.

Die Auftritte Frank Stronachs im österreichischen Parlament werden in Summe Seltenheitswert haben. Obwohl er nach der Wahl sein Mandat annahm, hat der Newcomer .

Die tägliche Arbeit im Parlament wird Stronach-Klubchefin Kathrin Nachbaur zufallen. Den größeren medialen Auftritt im Rahmen der ersten Sizung des neuen Nationalrats verbuchte Stronach aber für sich. Unter Blitzlichtgewitter erhob sich der Austro-Kanadier von seinem Sessel, schritt lächelnd zum Rednerpult, und legte los.

Entschuldigung ans ganze Land

"Es ehrt micht hier zu sein", startete Stronach. "In diesem ehrenhaften Parlament sprechen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Ich habe im Wahlkampf versucht, nicht persönlich zu sein. Sollte ich es dennoch gewesen sein, möchte ich mich hier noch einmal dafür entschuldigen. In diesem ehrenhaften Haus haben wir jetzt die Verpflichtung, das Beste für Österreichs Bürger zu tun. Ich bin in Österreich geboren, stolz auf dieses Land und möchte meine Erfahrungen einbringen."

"Probleme sind wie Krebs"

Es folgte eine Zusammenfassung des Stronach-Wahlkampfs mit Forderungen seiner Partei. Wie man Stronach kennt, ließ er es sich trotzdem nicht nehmen, einige Sager anzubringen. "Wir haben große Probleme in unserem Land", sagte Frank und holte tief Luft. "Probleme sind wie Krebs. Wenn man sie nicht behandelt, sind sie zerstörend!"

Vier Themen sind Stronach besonders wichtig: ein ausgeglichenes Budget, Verwaltungsabbau, eine niedrigere Besteuerung von Arbeit und das Verhindern von Firmenabwanderungen ins Ausland.

"Ich sehe, das rote Licht blinkt schon"

Am Ende seiner Rede hatte Stronach die Lacher tatsächlich auf seiner Seite, als er sich einen Seitenhieb auf den ORF nicht verkneifen konnte. "Ich sehe, das rote Licht blinkt schon - Ordnung muss sein. Ich hatte hier aber immerhin neun Minuten Redezeit, beim ORF wäre ich nach zwei Minuten unterbrochen worden. Das hat mich sehr gefreut. Ich danke fürs Zuhören und grüße auch alle, die via Fernsehen dabei waren. Danke, dass ich sprechen durfte!"

Grünen brachten Kräuter mit

Die konstituierende Sitzung des Nationalrats startete mit der Angelobung der Abgeordneten, die Bundeshymne wurde gespielt, danach folgte die erste Rede-Runde, bei der unter anderem auch der neue SPÖ-Klubchef Andreas Schieder seinen ersten Auftritt hatte. Es folgte die Wahl der drei Nationalratspräsidenten. .

Weil es selbst in der ersten feierlichen Sitzung offenbar nicht ohne Aktionismus geht, hatten die Grünen Täfelchen mitgebracht, um ihre Forderung nach Untersuchungsausschüssen als Minderheitenrecht einmal mehr zu untermauern. Während die SPÖler rote, die ÖVPler weiße Rosen am Revers trugen, hatten die FPÖ-Mandatare traditionell die blaue Kornblume angesteckt. Witzig die Grünen: sie brachten Töpfe mit Kräutern mit. Auf den Tischen standen unter anderem Basilikum und Schnittlauch.

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