Kämpferisch und durchaus optimistisch gaben sich Milliardär Frank Stronach und sein Team am Dienstagabend bei ihrer Abschlusskundgebung im niederösterreichischen St. Pölten. Die Partei, die genau vor einem Jahr auf dem heimischen Politparket erschienen war, darf sich laut letzten Umfragewerten berechtigte Hoffnungen auf einen Einzug ins Parlament machen.
Rund 300 Sympathisanten folgtem dem Ruf Stronachs in die St. Pöltner Stadtsäle, um sich gemeinsam auf den Wahlsonntag einzustimmen. "Entreissen wir die Politik und die Macht den Händen der Bünde, der Kammern, der Gewerkschaften, der Parteien und geben sie wieder in die Hände der Menschen", schwor der niederösterreichische Spitzenkandidat Robert Lugar das Publikum gleich zu Beginn mit kämpferischen Worten ein.
Wird der Parlamentseinzug geschafft?
Parteigründer Frank Stronach zählte noch einmal die Eckpunkte seines Wahlprogrammes auf und zeichnete abschließend noch seine Zukunftsvision Österreichs im Falle eines großen Wahlerfolgs: "Gehen wir den alten Weg mit noch mehr Schulden, mit noch mehr Freunderlwirtschaft, noch mehr Korruption, noch mehr Arbeitslosen oder gehen wir den neuen Weg in die Zukunft." Erneut betonte er auch seinen Willen, nach der Wahl dennoch vor einer Zusammenarbeit mit der SPÖ und der ÖVP nicht zurückzuscheuen.
Mit den dem Team Stronach in den letzten Umfragen prognostizierten 6 Prozent scheint das gar nicht unwahrscheinlich. Wenn es um eine Mehrheit geht, könnte sich die Partei als Zünglein an der Waage erweisen.