Seehofer will Kontrollen an Schweizer Grenze

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer möchte nach der Tötung eines Buben am Frankfurter Hauptbahnhof wieder Kontrollen an der Grenze zur Schweiz.
"Ich werde alles in die Wege leiten, um intelligente Kontrollen an der Grenze vorzunehmen", erklärte Horst Seehofer gegenüber dem "Spiegel".

Bis September möchte der deutsche Innenminister dazu ein Konzept vorlegen. Alleine im Jahr 2018 seien laut Seehofer rund 43.000 unerlaubte Einreisen nach Deutschland registriert worden.

"Diesem Umstand müssen wir begegnen, durch eine erweiterte Schleierfahndung und anlassbezogene, zeitlich befristete Kontrollen auch unmittelbar an der Grenze – auch an der Grenze zur Schweiz", so Seehofer weiter.

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Da sowohl Deutschland als auch die Schweiz zum Schengenraum gehören, werden beim Grenzübertritt der beiden Länder in der Regel keine Personenkontrollen durchgeführt.

Sicherheit an Bahnhöfen erhöhen

Neben den Grenzkontrollen zur Schweiz möchte Seehofer auch die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen erhöhen. Neben möglichen Schleusen sind auch Sperren an den Bahnsteigen im Gespräch.



Der deutsche Innenminister werde sich daher im September mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), dem Bahnvorstand sowie Experten für Bahnsicherheit treffen, um mögliche Vorkehrungen zu besprechen.

Bub vor Zug gestoßen

Am Frankfurter Hauptbahnhof wurden am 29. Juli 2019 ein 8-jähriger Bub und seine 40 Jahre alte Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Für den Buben kam jede Hilfe zu spät.

Der mutmaßliche Täter war aus der Schweiz nach Deutschland gereist. Der 40-Jährige ist verheiratet und hat selbst drei Kinder. Er schweigt zur Tat. (wil)

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