ICE-Täter ist dreifacher Vater und lebt in Zürich

Gegen 10 Uhr wurde ein Kind vor einen einfahrenden ICE am Bahnhof Frankfurt gestoßen. Der 40-jährige Verdächtige ist Eritreer und soll in der Schweiz leben.
Eine schreckliche Tragödie hat sich am Montag am Hauptbahnhof in Frankfurt ereignet. Ein achtjähriger Bub und seine Mutter wurden von einem Mann auf die Gleise gestoßen. Das Kind wurde überrollt und erlitt tödliche Verletzungen.

Die Mutter schaffte es in letzter Sekunde, sich in einen schmalen Zwischenraum zwischen den Gleisen zu rollen. Ihren Sohn zu retten, war ihr aber nicht mehr möglich.



CommentCreated with Sketch.215 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Polizei ermittelt nun auf Hochtouren und sucht nach Zeugen. Der 40-jährige Mann konnte noch am Bahnhof von Passanten überwältigt werden.

Wie jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Informationen zum mutmaßlichen Täter gegenüber der "Hessenschau" bekanntgegeben.

Es handelt sich um einen 40-Jährigen mit eritreischer Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der mutmaßliche Täter verheiratet und dreifacher Familienvater. Er lebt seit 2006 in der Schweiz und habe sich bisher noch nicht zur Tat geäußert.



Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft war der Mann der Polizei nicht bekannt. Die Mutter des Achtjährigen wird derzeit notfallmedizinisch in einem Spital versorgt. Sie solle laut einem Polizeisprecher so bald wie möglich befragt werden.

Die Mutter und der getötete Sohn stammen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt aus dem Hochtaunuskreis (Darmstadt).



Die Leiche des getöteten Buben konnte erst am Abend geborgen werden, wie "ZDFheute" berichtet. Mittlerweile sind alle Gleise wieder freigegeben worden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterbricht wegen des Vorfalls seinen Urlaub. "Angesichts mehrerer schwerwiegender Taten in jüngerer Zeit" wolle er die Chefs der Sicherheitsbehörden treffen, erklärte der Minister in einer Aussendung: "Der Täter wird für die Tat mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu Verantwortung gezogen werden."

(red/20 Minuten)

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