Frankreich: Erdrutsch-Sieg für Emmanuel Macron

Emmanuel Macron siegt in der spektakulären Stichwahl am 7. Mai mit einer überwältigenden Mehrheit über Rechtsaußen-Kandidatin Marine Le Pen.

Nach ersten Hochrechnungen um 20 Uhr hat Emmanuel Macron am Sonntag mit einem großen Vorsprung Marine Le Pen in der Stichwahl geschlagen.

Der liberale Politiker erreichte rund 65 Prozent der Stimmen. Er darf sich bald Präsident der Republik Frankreich nennen. Mit 39 Jahren wird Macron das jüngste gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte des Landes sein.

TV-Duell besiegelte Le Pens Niederlage

Ausschlaggebend für die Niederlage von "Madame Frexit" Marine Le Pen soll nach Medieneinschätzung das letzte TV-Duell der Kandidaten gewesen sein. Le Pen habe sich alles andere als "präsidentiell" präsentiert und somit viele Wähler vergrault.

Doch Macron steht vor einem gespaltenen Land: Denn nicht alle Franzosen haben ihn aus Überzeugung gewählt. Viele wollten nur eine Machtergreifung durch Rechtspopulistin Marine Le Pen verhindern: "Ich kenne die Wut und die Zweifel, die bei der Wahl zum Ausdruck gekommen sind. Ich nehme sie ernst", sagte Macron in seiner bitterernsten Rede im Anschluss an das Wahlergebnis.

So gratulierte Österreich zum Wahlsieg

Politiker aus der ganzen Welt gratulierten Macron zu seinem Sieg. Auch die österreichischen Spitzenpolitiker, darunter Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) und Kanzler Christian Kern (SPÖ), sandten via Soziale Netzwerke ihre Glückwünsche gen Paris.

FP-Chef Strache gratulierte unterdessen Marine Le Pen. Trotz ihrer Niederlage konnte sie rund 16 Millionen Franzosen mobilisieren.

(red)

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