Vermisster lag wochenlang tot in Krankenhaus

Der 19. August 2019 vermisste Pensionist wurde tot in einem verlassenen Trakt des Hopital de la Conception in Marseille (Südfrankreich) gefunden
Der 19. August 2019 vermisste Pensionist wurde tot in einem verlassenen Trakt des Hopital de la Conception in Marseille (Südfrankreich) gefundenBild: picturedesk.com/APA
Ein wochenlang vermisster 73-Jähriger wurde tot in einem verlassenen Trakt der Klinik von Marseille (Frankreich) aufgefunden.
Der unter Demenz leidende Jean Ligonnet (73) war am 19. August gegen 11 Uhr mit dem Taxi zur Chemotherapie in die Klinik in Südfrankreich gekommen, wie die Ermittler bekanntgaben. Einige Stunden später verschwand er spurlos aus dem Wartezimmer.

Jetzt haben Mitarbeiter des Krankenhauses eine grausige Entdeckung gemachtz: Sie fanden die Leiche des sechsfachen Vaters im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem verlassenen und eigentlich geschlossenen Trakt der Klinik. Spuren von Gewaltanwendung sollen bei einer ersten Autopsie nicht festgestellt worden sein.

"Mein Vater ist wie ein Hund gestorben"



"Ich bin angewidert, weil mein Vater es nicht verdient hat unter solchen Umständen zu sterben. Mein Vater ist wie ein Hund gestorben, sie haben ihn einfach vergessen", sagte Ligonnets Sohn der französischen Zeitung "Le Figaro". Er hatte bereits vor dem Leichenfund Anzeige gegen die Klinik wegen "Vernachlässigung einer schutzbedürftigen Person" erstattet. Die Klinik hat interne Ermittlungen eingeleitet.

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