Standard & Poor's schockte am Donnerstagabend Frankreich mit einer Falschmeldung. Aufgrund eines technischen Fehlers hatte es bis zur Klarstellung durch die Rating-Agentur den Anschein, dass die Bonität des Landes herabgestuft wurde. Finanzminister Francois Baroin forderte die Aufsichtsbehörde für die europäischen Finanzmärkte zu einer Untersuchung auf.
Standard & Poor's schockte am Donnerstagabend Frankreich mit einer Falschmeldung. Aufgrund eines technischen Fehlers hatte es bis zur Klarstellung durch die Rating-Agentur den Anschein, dass die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft wurde.
In den letzten Wochen nahmen Rating-Agenturen das Wort "Herabstufung" häufig in den Mund. Am Donnerstagabend schien es, als wäre nun Frankreich an der Reihe. Standard & Poor's schickte gewissen Abonnenten ihres Dienstes eine Nachricht, wonach die Kreditwürdigkeit Frankreichs herabgestuft wurde.
Es handelte sich aber nur um einen technischen Fehler, beteuerte die Rating-Agentur - die Note Frankreichs bleibe bei "AAA". Die Klärung erfolgte erst nach Stunden. Vor rund drei Wochen hatte die Rating-Agentur Moody's .
Eine Falschmeldung zur falschen Zeit
Die "Grande Nation" ist nach dem peinlichen Missgeschick empört. Denn kurz vor dem Fehler musste Frankreich bereits eine - in diesem Fall korrekte - Hiobsbotschaft hinnehmen. Die Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen zu den als extrem sicher geltenden deutschen Staatsanleihen sind auf Rekordhöhe gestiegen - mittlerweile liegen sie bei knapp 1,6 Prozent. Daher wiegt der Fauxpas noch schwerer.
Nach Bitte des Finanzministers Francois Baroin hat die französische Finanzmarktaufsicht AMF Ermittlungen gegen die Ratingagentur Standard & Poor's eröffnet. Die AMF habe zudem die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) kontaktiert.
EU-Kommission will Regeln für Agenturen verschärfen
Die EU-Kommission hat schärfere Regeln für Ratingagenturen angekündigt. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier legt kommenden Dienstag einen Vorschlag für klarere Regeln vor. Viele Kritiker sehen die die jüngsten Herabstufungen von Euroländern als Ursache für die negativen Auswirkungen an.
Laut Innenministerin Maria Fekter ist .