Bursch verletzt bei -7 Grad im Wald zurückgelassen

Der Bursch wurde mit der Rettung ins Spital gebracht.
Der Bursch wurde mit der Rettung ins Spital gebracht.Bild: Archiv
Unglaublich, was sich Anfang der Woche in Frastanz (Vorarlberg) zugetragen hat. Ein 16-jähriges Raubopfer wurde schwerst verletzt am Waldrand liegen gelassen.
Am Dienstagabend (22.01.) gegen 19.30 Uhr wurde ein 16-Jähriger aus Frastanz brutal überfallen. Drei Tatverdächtige haben sich dem Burschen, der sich nahe der Pfarrkirche aufgehalten hatte, genähert und ihn zur Herausgabe von Suchtgift aufgefordert. Außerdem haben sie auf den Vorarlberg eingeprügelt.

Der Jugendliche versicherte der Gruppe, keine Drogen bei sich zu haben. Daraufhin durchsuchten sie ihn. "Als die Tatverdächtigen bei der Durchsuchung ihres Opfers weder Suchtgift noch Bargeld feststellen konnten, forderten sie das Opfer auf, eine andere Person an den Vorfallsort zu locken." Der 16-Jährige wurde aufgefordert, einige Kontakte anzurufen und herzubeordern. Nachdem auch dieser Plan scheiterte, zwangen die Tatverdächtigen den Frastanzer in ein Auto einzusteigen. In diesem sind noch zwei Personen gesessen.

Brutal zusammengschlagen

"Anschließend fuhren die nunmehr fünf Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit dem bereits verletzten 16-Jährigen über den Amerlügner Weg in den Ortsteil Frastanz-Amerlügen", schildert die Polizei den Vorfall. Während der Fahrt wurde dem Opfer das Smartphone weggenommen.

In Amerlügen angekommen wurde der Teenager auf einem abgelegenen Forstweg aus dem Fahrzeug gezerrt und nochmals brutal verprügelt. "Dabei dürfte auch zumindest einer der Tatverdächtigen mit einem spitzen Gegenstand auf den 16-Jährigen eingestochen oder eingeschlagen haben. Das Opfer erlitt durch die Tat schwere Gesichts- und Schädelverletzungen sowie oberflächliche Stichverletzungen am Rücken", teilt die Polizei zum brutalen Überfall mit.

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Dann wurde der Bursch schwer verletzt und bei minus 7 Grad auf dem Forstweg zurückgelassen. Die Tatverdächtigen fuhren mit dem Pkw zurück nach Frastanz. Das Opfer konnte sich schließlich zu einem etwa 650 Meter entfernt liegenden Wohnhaus begeben, von wo aus die Rettung verständigt wurde.

Der Frastanzer wurde in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert, wo er in stationäre Behandlung aufgenommen wurde.

Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Vorarlberg gemeinsam mit der Polizeiinspektion Frastanz geführt. "Inzwischen konnten alle fünf Tatverdächtigen ausgemittelt und über Auftrag der Staatsanwaltschaft Feldkirch festgenommen werden. Die drei Hauptverdächtigen wurden zwischenzeitlich in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Der 18-jährige Fahrzeuglenker sowie dessen 17-jähriger Beifahrer werden auf freiem Fuß angezeigt", so die Polizei.

Zeugen, die Hinweise im Zusammenhang mit der geschilderten Straftat geben können, werden ersucht sich beim Landeskriminalamt Vorarlberg (+43 59133 80-3333) zu melden. (red)

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