Frau (35) niedergestochen: 15 Jahre Haft für Ex-Mann

Der Beschuldigte soll seine Ex-Frau in dieser Straße brutal attackiert haben.
Der Beschuldigte soll seine Ex-Frau in dieser Straße brutal attackiert haben.Bild: Matthias Lauber
Mit einem Stanley-Messer soll ein 43-Jähriger versucht haben, seine Ex-Frau umzubringen. In Wels wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Den Vormittag des 2. Oktober vergangenen Jahres wird eine 35-jährige Gmundnerin immer in schrecklicher Erinnerung behalten.

Denn an diesem Tag soll sie von ihrem Ex-Mann, damals 42 Jahre alt, auf offener Straße brutal mit einem Messer attackiert worden sein.

Konkret hat der Beschuldigte laut Anklageschrift seiner Ex-Frau, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat, im Fingerschulweg in Gmunden aufgelauert. Die 35-Jährige hat ihre Wohnung ganz in der Nähe.

Er sei ihr nachgelaufen, habe sie an den Haaren gepackt und soll mit einem Stanley-Messer in der Hand "Ich bring dich jetzt um" gesagt haben.

Zeugen konnten Angreifer vertreiben

Im Zuge der Auseinandersetzung stürzten die beiden über eine Böschung. Zwei Zeugen hätten alles beobachtet. Nach dem Sturz saß der Mann laut deren Aussagen auf seiner Ex-Gattin. Diese habe laut geschrien. Einer der Zeugen soll daraufhin den 42-Jährigen verjagt haben.

Erst danach bemerkten die Passanten, dass die Frau blutüberströmt am Boden lag. Laut Staatsanwaltschaft hat ihr der Beschuldigte mehrere Stichwunden, auch im Hals, zugefügt.

Der Beschuldigte habe danach selbst die Polizei angerufen, soll den Beamten gesagt haben, dass er gerade seine Ex-Frau "geschlachtet hat".

Kurz danach im Verhör schilderte er den Beamten aber eine ganz andere Version. Seinen Angaben zu Folge ist er von seiner Ex angegriffen worden. Er habe sich nur gewehrt.

Jedoch wird der Angeklagte auch von seinem eigenen Bruder belastet. Dieser behauptet, der damals 42-Jährige habe ihm gestanden, seine Ex umgebracht zu haben.

Der Angeklagte mit bosnischen Wurzeln musste sich am Mittwoch in Wels vor einem Geschworenen-Gericht verantworten. Am späten Abend, gegen 20 Uhr, stand das Urteil fest. Der Beschuldigte muss 15 Jahre ins Gefängnis - nicht rechtskräftig. Zudem erhält sein Opfer 10.000 Euro Schmerzensgeld.

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