Frau (35) schwanger: Chef erfindet Entlassungsgrund

Die AK NÖ und Markus Wieser erkämpften für die Frau 19.000 Euro.
Die AK NÖ und Markus Wieser erkämpften für die Frau 19.000 Euro.Bild: AK NÖ, iStock (Symbol)
Nachdem eine 35-Jährige aus dem Bezirk Wr. Neustadt schwanger wurde, kündigte sie ihr Chef einfach rückwirkend ohne ihr Wissen.
Seit 2003 war Frau M. (35) in einem Dienstleistungsunternehmen im Bezirk Wr. Neustadt beschäftigt. Als sie schwanger wurde, teilte sie das ihrem Arbeitgeber sofort mit, damit stand sie eigentlich unter besonderen Kündigungsschutz. Doch diesen wollte ihre Chef einfach umgehen.

Ohne das Wissen der Frau meldete er sie einfach rückwirkend bei der Gebietskrankenkasse ab. Als Beendigungsgrund gab er „Entlassung" an, obwohl es weder Gründe gab noch eine Entlassung ausgesprochen wurde. Die 35-Jährige wollte nach diesem Vorfall nicht im Betrieb weiterarbeiten und wandte sich an die AK Niederösterreich, um die offenen Ansprüche einzufordern.

Weil diese aber nicht gezahlt wurden, musste Klage beim Landesgericht Wr. Neustadt eingebracht werden. Der Geschäftsführer versuchte dabei, eine Entlassung glaubhaft zu machen. Frau M. hätte demnach den Unternehmer mehrmals angeschrien und Kunden herabwürdigend behandelt.

CommentCreated with Sketch.41 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Gericht kam jedoch zum Schluss, dass diese Vorwürfe nicht glaubwürdig sind. Deshalb wurde der Klage gegen die Firma stattgegeben. „Wir konnten für die 35-Jährige somit mehr als 19.000 Euro an Ansprüchen erkämpfen", so AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser.

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