Frau (49) und Hündin "Lotta" von Berg gerettet

Gleich zwei Mal musst die Bergrettung am Samstag in Gmunden ausrücken: In Grünau wurde eine 25-Jährige gerettet, in St. Wolfgang ein Welpe.
Zu den Geschichten:

Eine 25-jährige aus Regensburg (D) ging Samstagnachmittag gemeinsam mit drei Bekannten den Tassilo Klettersteig, von der Welser Hütte kommend Richtung Schermberg (Gemeindegebiet Grünau/Bez. Gmunden). Der Weg war ihr bereits von früheren Begehungen bekannt.

In 2.100 Metern Höhe wollte sich die Bergsteigerin mit der Hand über eine (wie sie zumindest dachte) leichte Stelle ziehen. Dabei kugelte sich die Frau allerdings die Schulter aus. Selbst abzusteigen war ihr nicht mehr möglich.

CommentCreated with Sketch.1 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Bergsteiger hatten kein Handynetz

Das Problem! In diesem Bereich war kein Handynetz verfügbar, weshalb die Gruppe mit lauten Rufen versuchte, andere Kletterer auf sich aufmerksam zu machen. Und es funktionierte! Ein Bergsteiger aus Wien hörte die Schreie und verständigte mit dem Festnetztelefon von der nahen Welser Hütte aus die Bergrettung.

Schwierigkeiten bei Landung

Aber es gab eine weitere Komplikation: Der Wind war zu stark, sodass der Hubschraubereinsatz erst Mal unterbrochen werden musste. "Wir waren selbst überrascht, dass wir mit solchen Problemen zu kämpfen hatten", so Einsatzleiter Martin Trautwein, der Bergrettung Grünau, gegenüber "Heute".

Ein Video der Bergrettung zeigt, die schwierigen Bedingungen bei der Landung:

Bergrettung Grünau
Bergrettung Grünau


Ein Flugretter blieb bei der Verletzten, später wurden mehrere

andere Bergretter der Ortsstelle Grünau auf den Berg geflogen, die zur 25-Jährigen aufstiegen und sie versorgten. Anschließend wurde sie zu einer windgeschützten Stelle abgeseilt, von wo aus der Notarzthubschrauber sie schließlich nach mehrere Stunden in das Salzkammergut Klinikum Gmunden fliegen konnte.

Hündin aus Schlucht gerettet

Ebenfalls Hilfe benötigte am Samstag eine 14-Monate alte Hündin in St. Wolfgang. Ihre Besitzer, ein Ehepaar (49 und 52)aus Deutschland, waren mit dem Welpen zu einer Wanderung zum Schwarzensee aufgebrochen. Die Urlauber stiegen über den Wirersteig, der entlang einer wasserführenden Schlucht führt, zum Schwarzensee auf. Gegen 15 Uhr gingen sie den gleichen Weg wieder zurück ins Tal.

Die 14 Monate alte Hündin lief auf dem schmalen mit Seilen gesicherten Steig frei neben her.

Dann passierte es: Das Tier dürfte auf dem schmalen Weg zu weit an die Schlucht gekommen sein, stürzte 60 Meter in die Tiefe und kam in einer schmalen Schlucht zu liegen. Von dort aus bellte "Lotta" verzweifelt. Die 49-Jährige und ihr 52-jähriger Ehemann konnten aber selbst nichts tun, mussten mit ansehen wie ihre geliebte Hündin herzzerreissend um Hilfe bellte.

Schließlich verständigten sie die Einsatzkräfte. Vier Kameraden der Bergrettung St. Wolfang schafften es schließlich, gemeinsam mit zwei Alpinpolizisten aus Gmunden, Hündin "Lotta" aus der Schlucht zu befreien. Wie durch ein Wunder blieb das Tier unverletzt.

(cru)

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