Frau durfte mit Selbsttest nicht mehr ins Krankenhaus

A. Bors vor Klinikum St. Pölten
A. Bors vor Klinikum St. Pöltenprivat
Ärger für Maria M. Sie durfte mit einem Selbsttest am Handy nicht ins Landesklinikum Tulln

Als Maria M. heute das Landesklinikum Tulln mit einem über das Handy hochgeladenen Selbsttest betreten wollte, wurde ihr der Einlass verwehrt. Seit gestern, also 13. Juli, seien Selbsttests, nicht älter als 24 Stunden, nicht mehr gültig. Sie müsse sich bei einer der offiziellen Teststationen testen lassen, bzw. nachweislich geimpft oder genesen sein.

Kein Einlass

Maria M. war sauer. Bisher gab es kein Problem mit einem vorgelegten Selbsttest beim Betreten des Spitals. Plötzlich ist wieder alles anders. Es war zeitig am Morgen, sie war in Eile und eine Teststation ebenfalls nicht verfügbar. Sie wandte sich an Andreas Bors, seines Zeichens neuer FPÖ-Landesparteisekretär, für den das Wasser auf seine Mühlen war: „Ich spreche mich klar gegen diese sinnlose Testerei aus“, so der Jungpolitiker. Es sei zudem unverständlich, warum die Selbsttests in Krankenhäusern nicht mehr gelten sollten.

Unterschiedliche Regelung

Eine Recherche in einigen Landeskliniken ergab tatsächlich ein uneinheitliches Bild in Niederösterreichs Spitälern. Während ein Selbsttest in Tulln, Korneuburg und Lilienfeld für den Zutritt ins Klinikum nicht reicht, ist er in Mistelbach „selbstverständlich ausreichend“. Im Klinikum Horn ist ein selbst angefertigter und über das Handy hochgeladener Test nicht zugelassen, sondern nur einer von einer „beglaubigten Stelle“ durchgeführter. Im Wiener Neustädter Landesspital gilt wieder ein „Ja zum Selbsttest“. Ähnlich divergent ist es im Rest der Kliniken.

In der Landesgesundheitsagentur, also der Zentrale der NÖ-Landeskliniken, die die Kliniken verwaltet, ist man nicht ganz sicher und wird das intern abklären. Auf der Homepage wäre der Selbsttest der unter den Covid-19-Besuchsregeln etwas komplizierter „SARS-CoV-2-Antigentests zur Eigenanwendung“, heißt, für das Betreten eines Landesklinikums ausreichend.

"Alleingang von Krankenhäusern"

Für den blauen Jungpolitiker Andreas Bors ist unverständlich, „warum Krankenhäuser das im Alleingang entscheiden“. Er habe sich ebenfalls bei der Landesgesundheitsagentur erkundigt, die „offensichtlich nichts von der ganzen Sache weiß“.

Eine Stellungnahme der Landesgesundheitsagentur wurde zugesagt und wird hier ergänzt.

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