Frau erhält 40.000 Euro für falsches Zahnimplantat

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Eine Patientin hat wegen eines falschen Implantats zehn Jahre lang unter Zahnschmerzen gelitten. Nun wurden ihr 40.000 Euro zugesprochen.

Über ein Jahrzehnt hat eine Patientin unter Zahnschmerzen gelitten, damit ist jetzt Schluss: Ein Arzt hatte ihr ein Implantat falsch eingesetzt, sie reichte Klage ein und bekam Recht. Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigte das Urteil des Oberlandesgerichts Linz, der der Frau 40.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen hatte.

Zahnärztekammer sah keinen Hinweis auf Kunstfehler



2000 wurde der Patientin das Implantat falsch eingesetzt. Wie die "Presse" am Montag berichtet, verabsäumte der behandelnde Arzt bei der Anpassung der Prothese eine geschlossene Bissrelation herzustellen. Elf Jahre später, nachdem der Mediziner der Frau weitere Zähne gezogen hatte, holte diese eine zweite Meinung ein. Von November 2013 bis 2015 wurde sie von einem anderen Zahnarzt behandelt, bis sie schließlich schmerzfrei war.

Obwohl die Bundespatientenschlichtungsstelle der Zahnärztekammer keinen Hinweis auf einen Kunstfehler sah, war das Gericht anderer Meinung und sprach der Frau 40.000 Euro zu. Eine Verjährung schloss der OGH aus, da die Patientin zum Zeitpunkt ihrer Klage, die sie 2014 einreichte, noch nicht länger als drei Jahre von dem Behandlungsfehler wissen konnte. (adu)

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