In Deutschland jagt die Polizei eine Mitarbeiterin der Geldtransport-Firma Prosegur. Die Frau trat am vergangenen Samstag ihren Dienst normal an und öffnete dabei mit einem Generalschlüssel mehrere Tresore. Dabei steckte sie laut der "BZ Berlin" haufenweise Bargeld-Bündel ein und verschwand – bis heute ist ihr Aufenthaltsort unbekannt.
Auf Videomaterial ist laut der Zeitung zu sehen, wie die 26-Jährige die Geldscheine in mitgebrachte Mülltüten stopft. Danach beendet sie ihren Dienst und verschwindet. Die genaue Höhe des entwendeten Geldbetrags ist nicht bekannt, in Sicherheitskreisen spricht man von insgesamt sechs Millionen Euro.
Wie die "BZ Berlin" weiter schreibt, hatte die Mitarbeiterin einen Komplizen. Im Gegensatz zu ihr konnte der 33-jährige Mann am frühen Donnerstagmorgen in Berlin festgenommen werden. Ob er einen Teil der Beute hatte, ist nicht bekannt. "Ob noch weitere Personen an der Tat beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen", so die zuständige Staatsanwältin.
Eigentlich sind Geldtransporte streng überwacht. Julian Siebert, Sprecher von Prosegur, sagt gegenüber der "BZ Berlin", dass man eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeite. "Um die Integrität des Verfahrens zu schützen und sicherzustellen, dass die Untersuchung effektiv durchgeführt wird, können wir derzeit keine spezifischen Details bereitstellen."
Erst im Januar konnte die Stuttgarter Polizei die meistgesuchte Frau Deutschlands festnehmen. Der 42-Jährigen wird vorgeworfen, im Herbst 2022 mehr als eine Million Euro von ihrem Arbeitgeber geklaut zu haben. Auch sie war bei Prosegur angestellt. Mittlerweile wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt.