Es war Mittwochnachmittag, 16:25 Uhr, als der Alarm bei der Polizei einging. Ein 64-Jähriger aus dem Bezirk Weiz hatte Verwandten gebeichtet, seine 59-jährige Gattin mit einem Gewehr getötet zu haben – und drohte damit, sich selbst das Leben zu nehmen. Die erschütterten Angehörigen wählten sofort den Notruf.
Aufgrund dieser Informationen wurde ein Großaufgebot an Polizeikräften zu dem abgelegenen Einfamilienhaus in der Gemeinde Gersdorf an der Feistritz, beordert. Örtliche Streifen wurden von Elite-Beamten der Cobra und der Verhandlungsgruppe Süd unterstützt.
Sie konnten mit dem mutmaßlichen Frauenmörder in Kontakt treten und ihn auffordern, das Haus ohne Waffe zu verlassen. Er konnte widerstandslos festgenommen werden.
Da der Mann offensichtliche Verletzungen offenbar aufgrund eines Suizidversuchs aufgewiesen hatte, wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert und ist derzeit nicht vernehmungsfähig.
Suizidgedanken? Hol dir Hilfe, es gibt sie.
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 – täglich 0-24 Uhr!
Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte sich die Tat bereits am Sonntag, 17. Mai 2026, in dem Einfamilienhaus zugetragen haben. Am Tatort konnte die mutmaßliche Tatwaffe, ein Kleinkalibergewehr, das der Verdächtige offenbar illegal besessen hatte, sichergestellt werden.
Von der Staatsanwaltschaft Graz wurde ein Sachverständiger für Schusswaffen bestimmt sowie die Obduktion des Opfers angeordnet. Die Ermittlungen zum Tatmotiv sowie die Spurensicherung am Tatort sind noch nicht abgeschlossen.