Frau hat Hasenpest – "Wurde zwei Mal am Hals operiert"

Eine Salzburgerin infizierte sich mit Hasenpest, klagte über furchtbare Schmerzen. "Ich wünschte mir, dass sie mir den Kopf abschneiden", sagt sie.

Wo sie sich angesteckt hat, weiß sie nicht genau. Fakt ist: Bei einer Frau aus dem Pinzgau (Sbg.), die wegen starker Schmerzen Anfang September zu einem Arzt ging, wurde nun Hasenpest nachgewiesen. Die Symptome sind der Beulenpest ähnlich.

"Ich bekam zuerst Antibiotika, aber nach einer Woche traten extreme Kopfschmerzen auf, sodass ich weggetreten war", sagte die Infizierte den "Salzburger Nachrichten". Sie wurde daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert, Entzündungswerte und Schmerzen stiegen weiter an.

"Wurde am Hals operiert"

"Ich habe über 130 Infusionen bekommen und wurde zwei Mal am Hals operiert, der innen schon komplett vereitert war", schilderte sie. "Ich wollte schon, dass sie mir den Kopf abschneiden." Erst danach wurde durch Laborbefunde die Krankheit nachgewiesen. Das Gesundheitsministerium nahm Kontakt zu der Erkranken auf. Wieder musste sie ins Spital, dort befinde sie sich immer noch.

Unbehandelt kann die Krankheit tödlich enden.Sie grassiert erst seit 2019 in Österreich, aktuell vor allem in Ebensee (OÖ), wo zuletzt 15 Fälle bei Menschen auftraten. Dort soll sie sich über Mäuse ausgebreitet haben. Die Landessanitätsdirektion in Salzburg erklärte, dass die Übertragung meist durch Zecken, Gelsen und Milben erfolgte – ein Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht.

Immer mehr Fälle

Die schwere Krankheit: 2018 gab es sieben Fälle der meldepflichtigen Krankheit bei Menschen in ganz Österreich, 2019 waren es 20 und 2020 schon 33. Heuer dürften es noch deutlich mehr werden, befürchten Experten.

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