Österreich

Frau hortete 90 Pferde, 60 Katzen und Hunde

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:15

Eine unfassbare Entdeckung hat der Tierschutzverein "Animal Spirit" gemeinsam mit einer Schweizerin gemacht: In Gänserndorf und im ungarischen Zalalövö hielt sich Iris M. mindestens 90 Pferde, sowie mindestens je 30 Katzen und Hunde. Die Tiere waren halb verhungert und komplett verwahrlost. Die Behörde schritt nun ein - aber nicht wegen Tierschutz-Verletzungen, sondern weil aufgrund des Ausmaß des Falles eine Seuchengefahr für Nachbarn geprüft wurde.

Eine unfassbare Entdeckung hat der Tierschutzverein "Animal Spirit" gemeinsam mit einer Schweizerin gemacht: In Gänserndorf und im ungarischen Zalalövö hielt sich Iris M. mindestens 90 Pferde, sowie mindestens je 30 Katzen und Hunde. Die Tiere waren halb verhungert und komplett verwahrlost. Die Behörde schritt nun ein - aber nicht wegen Tierschutz-Verletzungen, sondern weil aufgrund des Ausmaß des Falles eine Seuchengefahr für Nachbarn geprüft wurde.

Iris M. war laut "Animal Spirit" zuletzt wohnhaft in Obersulz bei Mistelbach. Für Schlagzeilen sorgte sie Anfang Oktober, weil sie zu 15 Monaten bedingter Haft wegen betrügerischer Krida verurteilt worden war. Sie hatte damals noch einen Hof im Bezirk Gänserndorf sowie eine Computerfirma, mit der sie in Konkurs ging und 100.000 Euro Firmengeld veruntreut hatte, so die Tierschützer.

Bei den angeblich aus "Tierschutzgründen" gehorteten Tieren handelt es sich um mindestens 90 Pferde, etwa 30 Katzen und etliche Hunde. 60 der teilweise halbverhungerten Pferde stehen derzeit noch auf einem Gelände mitten in einer kleinen Ortschaft in der Nähe von Zalalövö, laut Verein in einer zentimeterdicken Schlamm- und Kotschicht. Weitere Tiere seien einfach "verschwunden". Iris M. weigere sich jedoch beharrlich, die Tiere irgendwo anders versorgen und unterbringen zu lassen.

Eingegriffen wurde laut "Animal Spirit" aber nicht wegen der "offensichtlichen Verletzung von Tierschutzvorschriften", sondern der "Gesundheitsgefährdung der Nachbarschaft im Ort wegen Seuchengefahr". Die Tierschützer versuchen nun, die Tiere medizinisch behandeln zu lassen und sie in geeigneten Quartieren unterzubringen. Dazu wurde ein Spendenkonto (AT90 3241 4000 0001 0264, BIC: RLN-WATW1414) eingerichtet. Gleichzeitig wird auf eine behördliche Beschlagnahme der Tiere gehofft.

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