Ein 30-jähriger Mann aus dem Pongau stand am Montag vor dem Salzburger Landesgericht. Er versuchte im Sommer des Vorjahres eine Frau zu vergewaltigen und stieß sie anschließend in die Salzach.
Zurechnungsfähig, aber geistig abnorm
Er muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Das Urteil der Geschworenen ist bereits rechtskräftig, der Mann ist der schweren Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung schuldig. Er wurde zwar als zurechnungsfähig aber als geistig abnorm eingestuft und wird in einer entsprechenden Anstalt untergebracht.
Kein Mordversuch
Der 1,91 Meter große Mann wollte eigentlich am Tag der Tat nach Graz fahren, um dort eine siebenmonatige Haftstrafe anzutreten. In der Nacht davor besuchte er eine Bar in St. Johann. Eine 21-jährige Kellnerin, die nach ihrem Dienstende ebenfalls in die Bar kam, wurde sein späteres Opfer.
Sie haben sich unterhalten und gingen nach der Sperrstunde, um etwa 4 Uhr, zum Frühstück in ein Fastfoodlokal, dann spazierten sie am Salzachufer entlang und plauderten.
Plötzlich versuchte der Mann, sie 21-Jährige zu küssen, begrapschte sie und wollte ihr die Hose runterziehen. Sie wollte, dass er aufhört, doch er sagte nur: "Ist mir scheißegal, sei still, mach mit." Sie ohrfeigte ihn und konnte eine Vergewaltigung mit Mühe vermeiden.
Sofort packte er sie an den Armen und stieß sie in die elf Grad kalte Salzach. Mit Glück konnte sie sich ans Ufer retten und wurde von Anrainern versorgt. Vor Gericht gestand der Angeklagte, dass er die Frau vergewaltigen wollte, bestritt aber eine Tötungsabsicht.
(csc)