Eine 58-jährige Australierin brachte eines Morgens ein selbstgekochtes Curry für ihre Kollegen mit in die Arbeit. Das Essen wurde gemeinsam verzehrt, die Reste im Pausenraum aufbewahrt. Als die Frau später die Reste probieren wollte, fühlte sich ihre Zunge plötzlich taub an.
Sie bemerkte daraufhin hellgrüne Körnchen in ihrer Mahlzeit und übergab das Essen sofort der Polizei. Die Ermittler stellten fest: Es handelte sich um Schneckengift.
Wie n-tv.de unter Berufung auf die BBC berichtet, geriet eine 43-jährige Kollegin in den Fokus der Ermittlungen. Die Frau soll einen Chemikalienlagerraum aufgesucht haben, bevor sie in den Pausenraum zurückkehrte. Die Polizei wirft ihr vor, das Curry mit dem giftigen Schneckenkorn versetzt zu haben.
Das nachgewiesene Schneckenkorn enthielt laut Polizei den Stoff Metaldehyd. Dieser könne schwere Verletzungen oder sogar den Tod verursachen, erklärte Polizeikommissar Col Blanch. "Wir sind einfach sehr dankbar, dass die Person, die das Curry probiert hat, bemerkt hat, dass etwas nicht stimmte."
Die 43-Jährige wird wegen Gefährdung des Lebens, der Gesundheit und der Sicherheit einer anderen Person angeklagt. Laut Behörden bestand eine persönliche Beziehung zwischen den beiden Frauen - Details dazu wurden nicht bekannt gegeben. Die Beschuldigte soll am 5. November vor Gericht erscheinen.