Frau musste sterben, weil Mann Nebenbuhler erfand

Der Angeklagte erklärte nach den tödlichen Messerstichen auf seine vor Gericht: "Ich hatte nicht vor, sie zu töten."
Der Angeklagte erklärte nach den tödlichen Messerstichen auf seine vor Gericht: "Ich hatte nicht vor, sie zu töten."picturedesk.com
Ein Afghane soll seine Frau im April 2021 getötet haben, während die vier Kinder in der Schule waren. Vor Gericht bekannte er sich schuldig.

Grenzenloser Kontrollwahn und Eifersucht sollen im vergangenen April zu einer grauenhaften Bluttat geführt haben. Dafür stand ein 44-Jähriger Afghane heute in Graz vor Gericht. Der Staatsanwalt warf ihm vor, seine Ehefrau mit 15 Messerstichen getötet zu haben: "Es war eine Hinrichtung!"

Handy weckte seine Eifersucht

Beim Prozess sagte der Angeklagte aus, er habe die vierfache Mutter (38) in einem Anfall von Wut attackiert, da sie am Vorabend am Handy getippt hatte, statt den Kindern Essen zu machen. Er glaubte, sie würde mit einem Mann schreiben, den er schon lange als Nebenbuhler betrachtete.

Am nächsten Tag, als die Kinder zur Schule gegangen waren, soll er dann laut Anklage ein Küchenmesser gepackt und so lange auf sein Opfer eingestochen haben, bis die Klinge im Brustbein stecken blieb. Dann stellte sich der 44-Jährige.

Spätere Ermittlungen ergaben, dass die Frau niemals mit dem angeblichen Nebenbuhler in Kontakt war. "Ich hatte nicht vor, sie zu töten. Ich bereue es sehr", gestand der Afghane die Stiche. Bei Redaktionsschluss stand das Urteil aus, es gilt die Unschuldsvermutung.

Hier erhalten Gewaltbetroffene Hilfe:

Bist Du oder jemand aus Deinem Umfeld von Gewalt betroffen? Dann lass Dich beraten und hol Dir Hilfe.

- Frauen-Helpline: 0800/222 555
- Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
- Männerberatung Wien: 01/603 28 28

Im Fall von akuter Gewalt unbedingt die Polizei alarmieren: Tel. 133

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