Frau platzen beide Implantate: Firma zahlt nicht

Vor fünf Jahren musste sich eine junge Oberösterreicherin (sie ist Mitte zwanzig, will anonym bleiben) einer medizinisch notwendigen Brust-OP unterziehen, die von der Gebietskrankenkasse bezahlt wurde.

Dabei erhielt sie Implantate des französischen Herstellers Eurosilicone. Drei Jahre später wurde bei einer Untersuchung im Spital festgestellt, dass beide Implantate geplatzt waren, ausgetauscht werden müssen. Die Folge: eine weitere OP, vier Tage Spital, sechs Monate ein enges Korsett.

Weil die Firma keinen Schadenersatz zahlen wollte, wandte sich die Frau an die Arbeiterkammer (AK). "Für uns ist die Rechtslage klar", so AK-Konsumentenschützer Georg Rathwallner. "Die beiden verwendeten Produkte waren fehlerhaft." Die AK verlangt 4.500 Euro Schmerzensgeld für die Patientin – sonst wird es einen Musterprozess geben.

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