Frau rettet Katzen vor Hungertod und wird angezeigt

Groteske Anklage gegen Tierschützerin Sonja R. (45): Weil sie zehn Bauernhof-Kätzchen im Mostviertel (Niederösterreich) nicht verhungern ließ, muss sie sich jetzt wegen Diebstahls vor Gericht verantworten.

Katzenjammer bei Sonja R.: Wegen dauerhafter Sachentziehung (so heißt das) von zehn frei laufenden Miezen muss die Tierliebhaberin auf die Anklagebank des Landesgerichtes Sankt Pölten. Dabei hatte die 45-Jährige bloß zehn Samtpfötchen in erbärmlichem Zustand vom benachbarten Anwesen im Mostviertel vor dem sicheren Tod bewahrt. Der besachwaltete Altbauer war nicht mehr in der Lage, sich ordentlich um seine Tiere zu kümmern.

Sonja R. päppelte "Minki", "Bubi", "die Rote" und sieben weitere schnurrende Kollegen daheim auf, nur einen Katzensprung vom Heimathof der Tiere entfernt. Aber: Der Sachwalter und vor allem der Neffe des greisen Landwirtes sahen darin das Eigentum des Hofes in Gefahr und zeigten Sonja R. an.

Die 45-Jährige setzt jetzt all ihre Hoffnungen in die renommierte Rechtsanwältin Astrid Wagner: "Frau R. hat das Richtige getan, alles andere als ein Freispruch wäre absurd", sagt die Juristin zu "Heute".

Je nach Bewertung der Katzen drohen Sonja R. sechs Monate oder gar bis zu zwei Jahre Haft.

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