Spanische Drogenfahnder haben am Adolfo-Suarez-Flughafen in Madrid eine Venezolanerin festgenommen, die insgesamt 1,7 Kilo Kokain in Brustimplantaten schmuggelte. Die Drogen wurden ihr in einer Notoperation entfernt. Sie befindet sich in Haft.
Die 43-jährige Frau war von der kolumbianischen Hauptstadt Bogota nach Madrid geflogen. Drogenfahnder an der Einreisekontrolle war das verdächtige Verhalten der Venezolanerin aufgefallen. Daraufhin durchsuchten sie ihr Gepäck, konnten aber zunächst nichts finden.
Die Beamten gaben aber nicht auf und führten eine Leibesvisitation durch, bei der ihnen "Unregelmäßigkeiten und Deformationen an den Brüsten" der Verdächtigen auffielen, . Schließlich brach die Drogenkurierin unter dem Druck zusammen und gestand, dass sie Kokain in ihren Brüsten transportierte.
Die Frau wurde sofort in ein Madrider Krankenhaus gebracht und dort notoperiert, um eine mögliche Lebensgefahr durch austretende Drogen zu verhindern. Sie befindet sich in Haft.
Die spanische Drogenfahndung hat eine eigene Abteilung von Drogenexperten in den größten Flughäfen des Landes. Im Fadenkreuz der Ermittler stehen besonders sogenannte "heiße Flüge" aus Ländern, in denen Drogenkartelle sehr aktiv sind - wie eben auch Kolumbien.
Laut Polizeiangaben wurden allein am Adolfo-Suarez-Flughafen in Madrid zwischen 1. Jänner und 15. Juli 2014 189 Drogenkuriere geschnappt, die insgesamt 493 Kilo Kokain einschmuggeln wollten. Beim Verstecken ihrer Ladung sind die Kartelle äußerst kreativ. Die Fahnder fanden schon Kokain in Bucheinbänden, Bierkrügen, Kinderspielzeug, unter Perücken und sogar in Gipsbeinen.