Wegen des Verdachts der Untreue und Betrugs musste eine gebürtige Wienerin (48) in Wr. Neustadt auf die Anklagebank.
Die Summe hat es in sich: Von September 2022 bis Oktober 2023 soll die Angeklagte einer heute 92-Jährigen einen Schaden von 248.122,54 Euro zugefügt haben.
Die 48-Jährige, die die Vorwürfe abstreitet, hatte früher den Mann der Seniorin gepflegt, bis dieser verstarb. Fortan entstand ein fast schon familiäres Verhältnis mit der Frau aus NÖ, die Angeklagte soll sogar ins Testament eingetragen worden sein. Bankwege und Einkäufe waren im Beisein der Witwe erledigt worden, auch ein Auto soll die Pensionistin der Frau gekauft haben: "Such dir ein Auto aus, es wird a Geld sein und I werd‘ nimmer sein."
Während Corona war der Kontakt weniger geworden, nun sahen sich die 48-Jährige und die 92-Jährige vor Gericht wieder – vertagt für die Anhörung weiterer Zeugen. Es gilt die Unschuldsvermutung.