Frau soll Kinder jahrelang brutal geschlagen haben

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Eine im Waldviertel lebende Afrikanerin musste sich jetzt vor dem Landesgericht Krems verantworten. Der Vorwurf: Sie soll ihre beiden Kinder jahrelang gequält haben.
Die Vorwürfe gegen eine 33-jährige Afrikanerin wiegen schwer: Fünf Jahre lang soll sie ihre beiden Kinder (jetzt 5 und 9) mit Ledergürteln, Kleiderbügeln, Ladekabeln oder mit der Hand geschlagen haben, wenn sie Fehler machten.

Jetzt musste sich die Frau vor dem Landesgericht Krems dafür verantworten. Ihr Ehemann – die beiden leben mittlerweile in Scheidung – belastete sie vor Gericht schwer, auch der Sohn bestätigte dem Richter, er sei über Jahre geschlagen worden.

Weiters soll die 33-Jährige gegenüber einer Bekannten ausgetickt sein, als diese zwischen der Afrikanerin und ihrem Ehemann vermitteln wollte. Sie soll mit einem Kochtopf auf sie eingeschlagen haben.

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Die Angeklagte stritt vor Gericht alles ab, beteuerte ihre Unschuld und erklärte sich die Schilderungen ihres Sohnes damit, der Bub habe bei Gesprächen zu TV-Dokumentationen über Afrika einige Dinge aufgeschnappt und falsch verstanden.

Der Richter glaubte der Frau kein Wort, auch den Antrag des Verteidigers auf ein psychologisches Gutachten für das Kind schlug man aus. Die Zeugenaussagen seien glaubhaft gewesen.

Keine Gnade

Das Urteil am Landesgericht Krems: Acht Jahre Haft für die 33-Jährige. Die Frau geht aber in Berufung, also: nicht rechtskräftig. (nit)

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