Nur Ärger für Isabell S. nach einer selbstlosen Tat: Sie sprang aus dem Zug, half einem Senior, der Zug fuhr ohne sie ab – mit Handy, Geld und Dokumenten.
Ärger für Isabell S. (20) am Mittwoch in Brunn am Gebirge (Mödling): Vom noch stehenden Zug aus sah sie einen älteren Mann am Bahnsteig stürzen, sprang aus dem Wagon. Die Praktikantin half dem Senior, nur: Der Zug mit Handy, Dokumenten, Geld, Schlüssel fuhr ab – ohne Isabell.
„Dass der Schaffner oder Zugführer nicht ausstieg, ist ja mal der erste Witz", sagt die 20-Jährige und ärgert sich über die Bürokratie bei den ÖBB: „Ich musste ein Lost-and-Found-Formular ausfüllen, und bekomme meine Sachen frühestens am Freitag. Mein Bruder ortete das Handy in Mistelbach, die Polizei war so lieb und fuhr hin – nur da war keiner mehr dort."
Christopher Seif (ÖBB) lässt das so nicht stehen: „Der Zug wurde ohne Zugbegleiter geführt und der Lokführer kann das nicht wissen. Klar bedauern wir jegliche Unannehmlichkeiten."
(Lie)