Niederösterreich

"Frau verlor Sohn nur einen Tag nach Geburtstagsbesuch"

Der St. Pöltner Nationalrat Robert Laimer verteilte in der Ukraine Medikamente. Es fehlt an vielen Stellen.
Heute Redaktion
07.05.2023, 13:34
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Der St. Pöltner Nationalratsabgeordnete Robert Laimer (SP) war auf gefährlicher Mission in der Ukraine: „In der Hauptstadt vom Oblast Transkarpatien in Uschhorod verteilte ich Medikamente im Wert von 1.000 Euro. Zum Beispiel in der städtischen Sporthalle, wo Menschen zum Teil in Neunfach-Belegung untergebracht wurden“, berichtet Laimer.

Intimsphäre mit Leintüchern geschützt

Vornehmlich aus den zerbombten und okkupierten Regionen um Donezk und Luhansk kommen Menschen hierher. Ältere Personen mit Vorerkrankungen haben hier improvisierte "Verschläge", die Intimsphäre wird lediglich mit gespannten Leintüchern auf Stangen geschützt.

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Ein Großteil ist seit dem Überfall Putins in der Region Transkarpatien untergebracht - zu Kriegsbeginn zählte man mehr als eine Mio. Flüchtlinge, derzeit 600.000 Flüchtlinge.

Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine

Die Region ist auf gesamt 3,3 Mio. Menschen vorbereitet und das Gebiet der Logistik für den umkämpften Osten der Ukraine. Insgesamt gibt es mehr als sieben Millionen Binnenflüchtlinge innerhalb der Ukraine.

Laimer: „Ich war mit dem internationalen Sekretär des ÖGB, Marcus Strohmeier, in Sachen Ukraine-Hilfe direkt vor Ort. Er übergab an die ukrainische Gewerkschaft einen VW-Transporter und ich Medikamente im Flüchtlingslager. Daneben besuchten wir zwei Heime, die von den ukrainischen Gewerkschaften verwaltet werden.“

Laimer schildert bedrückende Szenen

Laimer bedrückt: „Eine Frau hat ihren Sohn nur einen Tag nachdem er sie zu ihrem Geburtstag im Heim besuchte, verloren. Er musste zurück an die Front und verstarb noch am nächsten Tag.“