Frau wegen Anti-Baby-Pille kurzzeitig klinisch tot

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Der deutsche Pharmakonzern Bayer steht in Deutschland vor Gericht. Weil der Pharmariese in der Packungsbeilage nicht ausreichend auf die Gefahr von Thrombosen durch das Medikament hingewiesen hat, erlitt eine 25-Jährige eine Lungenembolie und war sogar kurze Zeit klinisch tot. Nun klagt die Frau auf Schadensersatz.

Der deutsche Pharmakonzern Bayer steht in Deutschland vor Gericht. Weil der Pharmariese in der Packungsbeilage nicht ausreichend auf die Gefahr durch das Medikament hingewiesen hat, erlitt eine 25-Jährige eine Lungenembolie und war sogar kurze Zeit klinisch tot. Nun klagt die Frau auf Schadensersatz.

Die Anti-Baby-Pille "Yasminelle" des Pharmakonzerns Bayer steht in Verdacht, lebensgefährliche Blutgerinnsel bis hin zu Lungenembolien zu verursachen. Nach fast zwei Milliarden US-Dollar an Zahlungen in den USA klagt nun auch erstmals eine Deutsche.

Die 31-jährige Felicitas Rohrer verklagt den Bayer-Konzern auf 200.000 Euro Schmerzensgeld. Sie hatte im Alter von 25 Jahren eine Lungenembolie erlitten und war für kurze Zeit sogar klinisch tot. Rohrer, die als sportliche Vegetarierin und Nichtraucherin eigentlich keine Risikogruppe für Thrombosen ist, macht die Verhütungspille dafür verantwortlich.

Warnhinweis zu ungenau?

Ausschlaggebend für den Prozess wird sein, ob das Gericht den Warnhinweis auf das erhöhte Risiko von Blutgerinnseln durch den Wirkstoff Drospirenon als ausreichend ansieht. Laut der Klägerin habe der Beipackzettel den Eindruck erweckt, dass nur Übergewichtige oder Diabetikerinnen vom erhöhten Thrombosenrisiko betroffen seien.

Für die Klage spricht, dass es in den neuen Pillenschachteln mittlerweile einen deutlicheren Warnhinweis gibt. Bayer jedoch trotzdem jegliche Forderungen zurück.

 

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