Frau weinte: Exekutor wollte Fernseher holen

Mit Polizei rückte am Mittwoch der Exekutor bei Sabine M. in Ravelsbach (Hollabrunn) an - obwohl der Betrag am Freitag bezahlt worden war.

Beinhart wurde am Mittwoch die Zwangsversteigerung des zehn Jahre alten TV-Gerätes von Sabine M. (45) in Ravelsbach (Hollabrunn) durchgeführt: Mit der Exekutive kam der Gerichtsvollzieher und wollte den Fernseher holen. Nur: Dank einer edlen Wienerin (49) war der Betrag bereits bezahlt worden („Heute" berichtete), ein Anruf beim Anwalt des Gläubigers verschaffte dem Exekutor Gewissheit.

Fernseher da, Laptop weg

Nur: Der von Sabine M. dringend benötigte Laptop ist weg. Der Korneuburger Gerichts-Vizepräsident Dr. Gernot Braitenberg-Zennenberg dazu: „Der Laptop wurde mit 8. März im Internet versteigert. Mit dem Erlös wurden Schulden abgedeckt."

Sabine M. weinte bittere Tränen: "Dass wieder die Polizei da war, ich sogar betteln musste, dass der 'Kuckuck' vom Fernseher runtergenommen wurde, zeigt, dass der Exekutor mich wie einen Menschen zweiter Klasse behandelt. Und warum war er über die Bezahlung der Schulden (Anm.: Wienerin zahlte 684 Euro) nicht informiert?"

Eine Bestätigung über den Laptop bzw. Veräußerungserlös hat Sabine M. nicht – sie muss den AMS-Kurs weiterhin ohne Laptop bestreiten, den zehn Jahre alten Fernseher durfte die 45-Jährige behalten. (Lie)

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