Gegen 13.30 erhielt die 86-jährige Klagenfurterin einen Anruf von einer unbekannten Nummer auf ihr Festnetztelefon. Ihre Gesprächspartnerin gab sich als angebliche Polizistin aus und gab an, dass die Tochter der Pensionistin einen Unfall gehabt hätte und das kleine Kind des Zweitbeteiligten beim Unfall gestorben sei. Darum sollte die Frau als "Schadenwiedergutmachung" mehrere tausend Euro von der Bank abheben und der unbekannten Anruferin später persönlich übergeben.
Die vermeintliche Polizistin sprach laut Opfer akzentfrei und wartete am Telefon, während die 86-Jährige bei der Bank Geld abheben wollte. Als sie dann mit der Bankangestellten sprach, wurde diese misstrauisch – ihr kam die Geschichte unglaubwürdig vor, weshalb sie die ihr persönlich bekannte Tochter des Opfers kontaktierte und dadurch der Betrugsfall aufgedeckt werden konnte. Als die Tochter gemeinsam mit ihrer Mutter zur Wohnung zurückkehrte und die Tochter mit der unbekannten Anruferin kurz sprach, legte diese sofort auf. Eine Übergabe des Geldes an die bislang unbekannte Täterin konnte somit verhindert werden.