Frau wird begrapscht und dann im Netz beschimpft

Eine junge Frau wurde bei einem Festival in Neuseeland von einem unbekannten Mann begrapscht. Im Internet entbrannte daraufhin eine hitzige Diskussion.

Auf dem Musikfestival "Rhythm & Vines" in Gisborne, Neuseeland, wurden eine 20-Jährige in Begleitung einer Freundin, plötzlich von hinten von einem Luststrolch attackiert.

Ungeniert fasste der Mann ihr an die Brüste, bevor er kehrt machte und zu seinem Kumpel zurückrannte. Die beiden Frauen ließen sich davon aber nicht einschüchtern, drehten ebenfalls um und verpassten dem Grapscher eine deftige Abreibung.

Giann Reece, eine Festivalbesucherin, hatte die perverse Attacke zufällig mitgefilmt. "Unglaublich, dass Männer sich das Recht rausnehmen eine Frau zu begrapschen, je nachdem, wie sie sich kleidet", empört sie sich gegenüber dem Magazin "Unilad".

Eigentlich sollte der Fall klar sein, einer Frau ungefragt auf die Brüste zu fassen, das tut man nicht. Doch als Reece das Video im Internet veröffentlichte, entbrannte unter dem inzwischen gelöschten Originalpost eine hitzige Debatte – denn weil das Opfer des Perverslings, Madeline Anello-Kitzmiller (20), halbnackt war und ihr Dekolleté nur mit Glitter bedeckt hatte, werfen ihr viele User vor, die Attacke provoziert zu haben.

Video: Anello-Kitzmiller will wieder nackt gehen

Die 20-Jährige zieht jetzt mit einer Videobotschaft (siehe oben)gegen die Kritiker zu Felde. Und: Sie hat vor ihre "Glitzerbrüste" auch weiterhin auf Festivals zu zeigen – "Das Fehlen von Kleidung ist nicht das Problem, sondern dass Leute glauben, dass sie das Recht haben, meinen Körper ohne meine Einwilligung zu berühren", so die gebürtige US-Amerikanerin. "Meine Brüste sind keine Sex-Spielzeuge, sie sind keine Einladung!"

(red)

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