Frau wollte mit Mann an Leine Ausgangssperre umgehen

In Quebec halten sich nicht alle an die Ausgangssperre. (Symbolbild)
In Quebec halten sich nicht alle an die Ausgangssperre. (Symbolbild)Jacques Boissinot / AP / picturedesk.com
Um die in Quebec geltenden Ausgangssperren zu umgehen, ging eine Frau mit einem Mann an der Leine spazieren. Sie muss knappe 1.000 Euro Strafe zahlen.

Um die derzeit geltende Corona-Ausgangssperre in Quebec zu umgehen, setzte eine Kanadierin eine eher unkonventionelle Handlung. Weil die Polizei allerdings kein Pardon kannte, handelte sich die Frau eine Geldstrafe von knappen 1.000 Euro ein. Die Frau ging mit einem Mann an der Leine Gassi und erklärte den Polizisten mit ernster Miene, dass sie dies "mit ihrem Hund" tue. 

Der Fall ereignete sich offiziellen Angaben zufolge 150 Kilometer östlich von Montreal in Sherbrooke. Aktuell gilt in Kanada eine Ausgangssperre, die ab 20.00 Uhr in Kraft tritt. Die Beamten hätten den Eindruck gehabt, dass die Frau sie "auf die Probe stellen" wolle, sagte Polizeisprecherin Isabelle Gendron. Als Strafe muss die Frau nun 1.500 kanadische Dollar berappen. 

Frau zeigte sich uneinsichtig

Die Übeltäterin zeigte sich laut Gendron aber alles andere als einsichtig. Denn den Beamten gegenüber erklärte sie, dass sie die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit aus Gründen des Infektionsschutzes, nicht akzeptieren werde. So habe sie "jeden Abend" vor, auf die Straße zu gehen. 

Bei ihren Kontrollen stießen die Beamten auch auf einen betrunkenen Kraftfahrer. Dieser habe angegeben, er habe "sehen wollen, wie es ist, während der Ausgangssperre draußen zu sein", sagte Gendron. In der Provinz Quebec dürfen die Bewohner ihre Wohnungen derzeit zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr nur in Ausnahmefällen verlassen. Diese Regelung gilt noch vier Wochen lang. 

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