Noch immer gibt es weniger Frauen als Männer in technischen Berufen. Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie etwa ist nur jeder fünfte Spezialist eine Frau. An den Wiener FH-Studiengängen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik liegt der Absolventinnenanteil im Schnitt nur bei 21 Prozent.
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) will mit seiner jüngsten Initiative den Frauenanteil an entsprechenden Studien erhöhen. Bis 2025 wird die Stadt über den waff 300 Studienplätze an Wiener Fachhochschulen für Frauen finanzieren. Der Fokus liegt dabei auf jenen 42 berufsbegleitenden Studien, in denen der Frauenanteil unter 50 Prozent liegt.
Konkret bedeutet das etwa: Müssen die Arbeitsstunden aufgrund des Studiums reduziert werden, wird der Einkommensverlust bei entsprechendem Studienerfolg durch ein Stipendium ausgeglichen. Zudem unterstützt der waff im Rahmen von Beratung, Coaching und Workshops, damit der Abschluss erreicht werden kann.
"Der Fachkräftebedarf und der geringe Frauenanteil in diesen FH-Studien ist für die Stadt Wien ein 'call to action'", so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). "Deshalb startet diese Ausbildungsinitiative für berufstätige Frauen, um sie für diese Berufe zu motivieren und das Fachkräfteangebot für Unternehmen zu erhöhen. Ich bin überzeugt, dass sich gleichstellungspolitische und wirtschaftspolitische Ziele perfekt ergänzen!"
Mehr Infos zur Initiative finden Sie unter www.waff.at