Grauslicher geht es fast nicht mehr: In Deutschland steht ein Frauenarzt vor Gericht, der 2.000 seiner Patientinnen heimlich fotografiert hat. So kamen fast 35.000 Bilder zustande.
Am Donnerstag sthet der Gynäkologe am Landesgericht in Frankenthal vor dem Kadi. Der 58-Jährige soll im rheinland-pfälzischen Schifferstadt fast 2.000 Frauen in der Umkleidekabine und im Untersuchungsraum mit versteckten Kameras abgelichtet haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben sexuellem Missbrauch eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs der Frauen vor und hat ein Berufsverbot beantragt.
Der Gynäkologe gab zu den Vorwürfen an, er habe zumindest die Videos aus medizinischen Gründen gemacht. Der bundesweit einmalige Fall kam 2011 ans Licht, weil die Arzthelferinnen Verdacht geschöpft hatten.
APA/red.