Frauenkiller klebte sich 20 Schmerzpflaster auf: Koma

Er ist neben Jack Unterweger der berühmteste Killer Österreichs – Ex-Filmemacher Wolfgang Ott (59). Jetzt liegt der Serientäter in Krems im Koma.

Mit seinen Verbrechen schrieb er Geschichte - jetzt ringt Ex-Filmemacher Wolfgang Ott auf der Kremser Intensivstation mit dem Tod. Der 59-Jährige war mit rund 20 Schmerzpflastern am ganzen Körper auf der Krankenanstalt der Justizanstalt Stein (Krems) gefunden worden.

Trotz seines schlechten Zustandes wird der berühmteste noch lebende Serienkiller im Klinikum streng bewacht. Denn mit seinen Grausamkeiten und mutmaßlichen Straftaten erlangte der ehemalige Wiener Filmemacher traurige Berühmtheit: Im Jahr 1995 hatte er eine Bankerin (23) in Wien entführt, drei Tage als Sex-Sklavin gefangen gehalten. Dann fuhr er mit der 23-Jährigen in die Steiermark, band der Frau einen Betonring um den Körper und versenkte das lebende Opfer in der Salza. Tage später entführte, vergewaltigte und misshandelte er eine Maturantin (19), erwürgte sie und verscharrte sie in einem Wald (sie wurde erst 1997 gefunden).

Nur zwei Tage später kidnappte er eine Geschäftsfrau (43) in Perchtoldsdorf, hielt sie 20 Stunden in seinem Haus in Wien-Liesing gefangen. Die 43-Jährige konnte flüchten und die Polizei verständigen. Eine Großfahndung war die Folge. Auf seiner Flucht vergewaltigte Ott noch zwei weitere Frauen, entführte dann eine 23-jährige Sportlerin, fuhr mit dem Opfer im Kofferraum über 500 Kilometer weit und ließ sie frei (sie hatte ihn mit einer List - "der Sex war so gut, wir sehen uns wieder" - überreden können).

Verhaftung im Jahr 1995

Am 20. Juni 1995 wurde Ott - als deutscher Fahrradtourist getarnt – in Oberösterreich, in der Nähe des Attersees verhaftet. Ott wurde 1996 zu einer lebenslangen Haftstrafe plus Einweisung in eine Anstalt für abnorme Straftäter verurteilt. Zudem soll der Wiener für zwei weitere Frauen-Morde in Frage kommen. 1999 wurde er nochmals wegen Mordes an der 19-Jährigen im Jahr 1995 zu lebenslanger Haft verurteilt.

2004 sorgte er mit einem Fluchtversuch aus der Karlau für Schlagzeilen - er ließ sich in eine Tischlereikiste sperren und auf einen Lkw aufladen. Am Gefängnistor wurde er entdeckt.

Die Untersuchungen – wie Ott überhaupt zu so viel Schmerzmitteln kommen konnte – laufen. Es wird von einem Suizidversuch ausgegangen.

(Lie)

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