Kein Eintritt, keine Badeaufsicht – und trotzdem läuft's: Das ungewöhnliche Freibad-Modell in Rainbach im Innkreis (Bez. Schärding) geht auch 2026 in die nächste Runde. Bürgermeister Gerhard Harant (FPÖ) zieht im Gespräch mit "Heute" eine mehr als positive Bilanz.
Das Konzept sei 2018 aus der Not entstanden – der frühere Bademeister ging in Pension, Ersatz war keiner zu finden: "Es ist nicht einfach, dass du wen für den Job kriegst – genau in der schönsten Zeit des Jahres, sieben Tage die Woche."
Das System schaute man sich damals bei öffentlichen Strandbädern an Seen ab: Wird kein Eintritt verlangt, "geht man mit dem Badegast keinen Vertrag ein", erklärt der Bürgermeister. Er betont, dass die Aufsichtspflicht ohnehin nicht einfach auf den Bademeister übergeht. "Eltern haften für ihre Kinder" gelte ohnehin.
Abgesehen davon habe es in all den Jahren aber "überhaupt keine Zwischenfälle" gegeben. "Hin und wieder gibt es Jugendliche, die sich nicht ordentlich aufführen", so Harant. Das gebe es aber überall und sei im Großen und Ganzen kein Problem.
Ganz ohne Personal läuft das Bad trotzdem nicht. Die Gemeinde betreibt das Buffet selbst – mit einer fixen Kraft und gefördertem Personal übers AMS: "Die schauen natürlich auch, dass alles geordnet abläuft", erklärt Harant.
Finanziell habe sich die Umstellung jedenfalls ausgezahlt: "Jedes Freibad macht Verlust – wir haben ihn damit minimiert." Ein klassischer Betrieb mit einem Bademeister würde laut Harant deutlich teurer kommen. Selbst, wenn sich jemand für den Job bewerben würde, sei eine Rückkehr zum alten System daher kein Thema.
Geplant ist der Saisonstart in Rainbach im Innkreis übrigens rund um den 14. Mai – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit: "Ab da wären wir jedenfalls startklar", so der Ortschef. Geöffnet ist bei entsprechender Witterung nur dann, wenn auch das Buffet offen hat – also von 10 bis 20 Uhr.