Der Wettergott hat es heuer wahrlich nicht gut gemeint mit Niederösterreichs Freibädern. Vor allem der Mai und August ließen viele Betreiber verzweifeln und die Zahl der Badegäste in den Keller purzeln. Worüber sich wiederum Anlagen mit Indoor-Bereichen freuen konnten. Sie erzielten sogar mehr Umsatz als im vergangenen Jahr.
„Was man im Mai verliert, holt man im Sommer nicht mehr auf“, weiß Günther Kainz vom Sommerbad in St. Pölten. Und die Zahlen belegen diese These. Um zwei Drittel weniger Gäste als im Mai des Vorjahres haben Erfrischung in einem der vier Becken gesucht. Und auch der August wies zu viele Totalausfälle und kalte Wochenenden auf. „So einen Sommer hatten wir schon lange nicht mehr. Zum Glück konnte uns der Juli die Bilanz halbwegs retten“, so Kainz.
Aber auch dieser konnte nichts daran ändern, dass heuer mit 45.000 Badegästen um rund 12.000 weniger Wasserratten ins Sommerbad kamen.
Große Freude herrschte zunächst noch im Erlebnisparkbad „blub“ in Ternitz (Bez. Neunkirchen). Mit einem Plus von fast 25 Prozent im Vergleich zu 2009 steuerte das Freibad sogar auf einen Besucherrekord zu. Doch dann kam der August. „Wir hatten dann nur drei wirklich schöne Badetage. Mit einem Minus von zwölf Prozent kamen wir aber mit einem blauen Auge davon“, so Ortschef Rupert Dworak.
Besser gerüstet für verregnete Sommertage sind Anlagen mit Hallenbereichen. „Wir profitieren davon. Wir konnten mit 97.000 Besuchern von Mai bis August das Ergebnis des Vorjahres halten“, so Verena Haumer vom Solefelsenbad in Gmünd.
Ebenfalls gejubelt wurde in der Kremser Badeanlage. „Wir hatten ein Umsatzplus von 9,8 Prozent“, so Günter Kammerer.
Thomas Werth